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Mai 17 2013

Kartoffelkaefer

Was noch Alemannia? – Geduld schrumpft

Panik

 

Es sind wieder Tage wie diese, die dem leidenschaftlichen Alemannia Fan langsam aber sicher auch den letzten Nerv raubt. Gute Nachrichten? Lange her das wir diese gehört haben. Nein, am heutigen Donnerstag überraschte uns der DFB mit der Mitteilung das uns nochmals 3 Punkte abgezogen werden. Weswegen? Weil Alemannia die Frist zur Rückzahlung der 200.000 Euro aus dem DFB-Kautionsfonds, den man Ende April in Anspruch nahm, nicht pünktlich am 15. Mai zurückgezahlt hat. Nun sollte man meinen das es Alemannia eh nicht juckt, abgestiegen sind wir eh schon da machen drei Punkte weniger nichts aus. Soweit so gut. Aber der DFB will die 200.000 Euro trotzdem irgendwann wiedersehen. Und solange Alemannia diese nicht bezahlt, gilt eine 5-jährige Sperrregel die eine Lizenz für die 3. Bundesliga ausschliesst. Alemannia und 5 Jahre in der Regionalliga? Wenn wir Glück haben überleben wir das erste gerade noch so. Kickers Offenbach hat die 200.000 Euro übrigens zurückgezahlt, auch sie liehen sich das Geld aus dem DFB Pool. Nun sind die anderen Vereine aus der 3. Bundesliga die „Gelackmeierten“. Denn diese bekommen nun ca. 22.000 Euro weniger an TV Geldern ausgezahlt für die kommende Saison.

 

Damit die schlechte Nachricht aber nicht so alleine dasteht, folgte am Abend auch schon die nächste. Laut dem lokalen Radiosendern „Antenne-AC“ und „100,5 Das Hitradio“ ist der Alemannia Wirtschaftsbeirat, ein Gremium aus Aachener Unternehmern, zurückgetreten. Der Wirtschaftbeirat enstand im Februar federführend von Tim Hammer aus lokalen Unternehmungen (u.a auch die Vorstandsmitglieder Michael Nobis und Helmut Kutsch). Ziel war es den Verein Alemannia Aachen zu retten und beratend zu Unterstützen. Dank ihrer Hilfe konnte mit „Streetsoccer“ ein neuer Trikotpartner gewonnen werden. Ebenfalls waren sie maßgeblich daran beteiligt dass das Rettungsspiel gegen den FC Bayern München über die Bühne ging. Der Grund für den Rücktritt ist die fehlende Kommunikation und Information seitens der Sanierer Michael Mönig und Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning. Man fühlte sich „im Regen“ stehengelassen, auch beim DFB Kautionfond wurde der Wirtschaftbeirat nicht informiert. Verwundert zeigte man sich weil man glaubte die finanzielle Sicherheit zur Beendigung der Saison sei gegeben. „Wir glauben unverändert, dass wir die Liquidität bis zum Saisonende stemmen können, wenn die Außenstände pünktlich gezahlt werden. Es dient als reine Sicherheitsmaßnahme, so Mönigs und Alemannia Sprecher Holger Voskuhl.

 

Was glaubt man jetzt? Offensichtlich hat das „Geld“ doch nicht gereicht um die Saison zuende zu spielen. Verschleppt man nun etwa die Insolvenz? Was ist mit den 200.000 Euro? Wieso ist die Kommunikation zwischen den beiden Sanierern auf der einen Seite, und dem Alemannia Wirtschaftsbeirat auf der anderen Seite so schlecht? Weil offene Kommunikation schon seit jeher ein pflegebedürftiges Fremdwort war im Alemannia Vorstand Sprachgebrauch? Was hinter den Kulissen wieder abgeht, das möchte man garnicht mehr wissen. Die lokalen Unternehmer im Wirtschaftsbeirat waren wahrscheinlich die letzte Hoffnung der Alemannia. Wie soll es weitergehen? Statt eines offenen Briefes wäre ein offens Wort angebracht liebe Sanierer!