«

»

Mai 05 2013

Kartoffelkaefer

Geocaching Produkttest – Cache Behälter

Geocaching-Produkttest-Cachebehaelter

Heute: Geocaching Behälter

 

DSC_0940Eigentlich eine verrückte Idee. Wir benutzen Filmdosen, PETlinge, Behälter, Nano´s etc pp für unsere Caches zu verstecken und Wissen manchmal garnicht wie es um die Qualität bestellt ist. Taugen die angebotenen Dosen/Behälter überhaupt? Was ist mit den Logbüchern? Stellen deren unterschiedliche Qualität uns zufrieden? Gerade nach dem Herbst und Winter betreibt das Wetter regelrechten Raubbau an den Caches. Eine gute Dose, einen guten Logstreifen/Buch wünscht man sich da. Aber wie gut kann wirklich Qualität sein, und das zu günstigen Preisen? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Manche drucken sich Log-Streifen oder Bücher einfach aus auf Papier. Geht schließlich genauso gut. Aber ein sauberer Cache samt Inhalt ist schließlich die Visitenkarte eines jeden guten Owners. Ich weiß garnicht ob irgendjemand schon einmal sowas getestet hat. Vorstellbar ist es, aber macht ja nix. Testen wir hier eben auch mal. Aber wie?

Diese Produkttest Idee wurde geboren als eine Anfrage zur Kooperation des Cachers-Shop per Mail ins Haus flatterte. Schnell war die Idee geboren einige Aktionen zu machen. Diese sollte erstmal der Anfang sein. Freundlicherweise schickte mir der Betreiber des Shops ein paar Cachebehälter und Logbuchstreifen zum Testen. Er ist nicht weniger gespannt wie ich auf das Test Resultat. Aber ausgiebige Tests brauchen Zeit, wenn es denn valide sein soll. Natürlich soll der Test objektiv sein, und so wurden einige reale Tests durchgeführt in dem Zeitraum 26. April – 05. Mai.2013. Dabei gab es folgende Kernattribute:

  • Sind die Caches wassergeschützt?
  • Überleben sie einen 24 stündigen Tauchgang unter Wasser? (Extremtest)
  • Wie gut sind die Logbücher, wie gut sind sie beschreibbar wenn sie feucht sind?

 

Testboxen

Getestet wurden folgende Cache-Behälter:

 

Wetterfeste Kunststoffbox schwarz:

DSC_0956Die Wetterfeste Kunststoffbox wurde geliefert mit einem Mini-Logbuch. Um zu sehen ob die Dose wirklich dicht ist vor Feuchtigkeit, wurde neben dem Logbuch und ein kleines Spielzeug (soll ja echt sein ;)) auch ein Zewa-Tuch eingelegt. Nach einigen Tagen, wo ich die Box im Garten abendlich mit dem Gartenschlauch „zankte“, wurde alle zwei Tage nachgeschaut ob Feuchtigkeit in die Dose gelangte. Dies war nicht der Fall, das Zewa Tuch blieb trocken, ebenso das Logbuch. Also Spritzwasser geschützt ist die Box. Nun sollte auch ein Extremtest stattfinden. Die Box wurde 24 Stunden einen Tauchgang im Wasserbottich unterzogen. Hier zeigte sich jedoch das die Dichtigkeit der Box erschöpft ist. Das Zewa Tuch war nass, ebenso das Mini-Logbuch. Als Unterseebox ist es also untauglich, aber dazu gibt es schließlich andere Boxen die besser geeignet sind. Die Schwachstelle an der getesteten Box würde ich am „Rücken ausmachen, da wo keine Clipse sind. Trotzdem macht die Box für den Alltagseinsatz einen guten Eindruck und ist empfehlenswert.

 

Nacro Cachebehälter:

DSC_0964Wie bei der Box wurde auch der Nacro Cachebehälter einer abendlichen Regendusche unterzogen. Das innengerollte Logbuch wurde ebenfalls alle zwei Tage auseinander gerollt und wieder eingerollt. Der Verschluss läßt sich spürbar fest verschliessen, so das Spritzwasser keine Chance hat einzudringen. Aber überlebt sie auch den Extremtest? Auch der Nacro musste einen 24stündigen Tauchgang über sich ergehen lassen. Und da glänzte er perfekt. Der Gummi-Ring verschließt absolut Wasserdicht. Das Logbuch bekam keinen Tropfen ab. So sollten mit diesem Nacro Cachebehälter ausgestattete Caches den Herbst/Winter überleben. Zur Tarnung gibt es ihn in verschiedenen Farben, so das man eigentlich alles an Tarnung ausschöpfen kann. Der Nacro Cachebehälter ist eine klare Empfehlung der dem Wetter sehr gut trotzt.

 

Magnetischer Nano Cache:

DSC_0957Auch der kleinste im Test, der Nano Cache, bekam wie die anderen eine regelmäßige Regendusche verpasst. Das Mini-Logbuch wurde auch alle zwei Tage rausgeholt und abgewickelt. Nun, für Grobmotoriker oder Leute mit wenig Geduld, wird man schon auf eine harte Probe gestellt. Obwohl mir persönlich die Nanos gefallen, krieg zumindest ich immer die Krise das Mini Logbuch wieder „reinzufummeln“. Aber wenn man sich bemüht geht es tatsächlich, nach gefühlten Stunden! Der Nano trotz ebenfalls perfekt dem Wetter, selbst der 24 stündige Tauchgang konnte ihm nichts anhaben. Das Mini Logbuch blieb trocken, dank des Gummi Ring um den Nano. Auch diesen gibt es in verschiedenen Farben zu erwerben, im Test war der braunfarbige. Den Nano Cache kann man ebenfalls uneingeschränkt empfehlen, der Magnet ist zudem stark genug das er überall auf Eisen perfekt seinen Halt findet.

 

Klassische Filmdose:

IMG_2253Zu guter letzt im Test war auch die klassische Filmdose. Die alten Filmdosen, wo noch die Filme drin gelagert waren, werden langsam rar. Nun muss man die Filmdosen für kleines Geld käuflich erwerben. Auch hier gibt es die Luxusvarianten, wo die Dosen dick gepolstert sind mit einer guten Haptik der Deckelbefestigung. Die Dose kam zum Test in die Ecke meines Gartenbeetes, und auch hier sollte jeden Abend eine Dusche erfolgen. Da die Dose waagerecht im Boden lag, stand sie eine gewisse Zeit bis zur Hälfte unter Wasser. Das zweitägliche nachschauen brachte keine Überraschung, der Logstreifen war trocken. Der Deckel dichtet also gut den Behälter ab. Um zu sehen wie gut er das tatsächlich kann, musste auch er in die Tauchbox. Da war dann allerdings Ende, der Logstreifen war sehr feucht. Absolute Dichtigkeit ist leider nicht gegeben, aber überraschend ist es nicht. Denn sonst müssten nicht soviele Caches „erneuert“ werden nach dem Herbst/Winter. Für den Preis ist die Dose trotzdem gut und zu empfehlen, wer allerdings seinen Cache mit argen dem Wetter ausgesetzt sieht greift sowieso eher zu den oben genannten Varianten.

 

Logstreifen Test:

DSC_0955Zum Schluss noch ein Wort zu den verschiedenen Logbüchern. Wir kennen sie alle, die klassischen Logstreifen und die, die man sich ausdrucken kann auf normales Papier. Im Normalfall reichen die ja aus. Aber als Owner, der etwas auf sich hält, will seinen Cache und Logstreifen auch repräsentieren. Zum Testen gab es ein Mini Logbuch und drei normale Logstreifen, mit der Eigenschaft das diese imprägniert sind und somit Wasserabweisend sind. Beschriftet habe ich alle Logstreifen mit Bleistift, Kugelschreiber, Edingstift und einem Stempel. Bis auf dem Stempel gibt es keine Probleme mit dem unterschiedlichen Beschriften der Logs. Der Stempel allerdings steht auf „Kriegsfuss“ mit dem „spezialbehandelten“ Papier. Der Aufdruck ist noch sauber, aber selbst nach Minuten ist die Tinte des Stempels noch nicht DSC_0962getrocknet so das diese „verwischt“. Ärgerlich und unschön, habt ihr sicherlich wie ich auch schon erlebt. Aber gut, das ist wohl der Tribut aufgrund des imprägnierten Papieres. Wenn die Logstreifen, und das Mini Logbuch feucht sind, kann man sie auch noch sehr gut weiter beschreiben. Ob Kugelschreiber, Bleistift oder Eding, lesbar können weitere Einträge in den feuchten Blättern gemacht werden. Selbst das Stempeln klappt vorzüglich und sauber. Das ist prima! Wenn der feuchte Logstreifen trocknet fühlt er sich etwas zerbrechlich an, kann aber problemlos weiterhin zusammengerollt werden. Auch das Mini Logbuch scheint erst an den Blättern zusammenzukleben, doch mit etwas vorsicht kann man die einzelnen Blätter voneinander lösen und weiterschreiben. Allerdings behält das Mini Logbuch nicht seine Form und „steht“ auseinander. Trotzdem erfüllen sie ihren Zweck, und das besser als gedacht.

 

Fazit:

Irgendwo war es mal eine spassige Idee so einen kleinen Produkttest zu machen. Was ja eigentlich selbstverständlich ist oder was wir als Cacher erwarten, konnte hier nun mal unter die Lupe genommen werden. Zusammengefasst machten alle Testprobanden einen guten Eindruck. Für meine persönlichen selbstausgelegten Caches habe ich schon die ein oder andere Verbesserung mitgenommen. Zur Erläuterung, einer meiner Filmdosen ist unter einem Bau-Container platziert per Magnet. Man sollte eigentlich meinen das er hier vor Regen und Wasser geschützt ist. Doch weit gefehlt, im Herbst/Winter habe ich hier dreimal das Logbuch wechseln müssen. Entweder steht der Container unter Wasser (was ich nicht glauben kann) oder die Leute loggen im schönsten Regen ;-). Jedenfalls werde ich nun mal den wasserfesten Logstreifen probieren und schauen ob das nun besser passt. Wie sind eure Erfahrungen oder Wünsche an den verschiedenen Cachebehältern? Schreibt es gerne in den Kommentarfeld. Ich bin gespannt 🙂

An dieser Stelle auch mein Dank an Tobias für die zur Verfügung gestellten Cache-Behälter. Es soll erwähnt werden das er mir freie Hand ließ (auch wenn es negative Kritik geben sollte). Das ist nicht Selbstverständlich, denn auch er profitiert davon schließlich gegenüber seinen Dienstleistern 🙂

Hier noch eine kleine Auswahl an Bildern.

no images were found

 

5 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Joerg

    Danke für den netten Test, ich habe von meiner Seite mal hierher verlinkt, da ich eine Stirnlampe getestet habe bei einem Nachtcache 🙂
    http://www.sensorgrafie.de/2013/05/nacht-geocachen-mit-der-led-stirnlampe-led-lenser-seo-3/

    1. Kartoffelkaefer
      Kartoffelkaefer

      Sehr gut, passt ja gut dazu 🙂
      Ich nehme deine Seite auch mal in meinem Blogroll auf, gefällt mir 🙂

  2. Karl Knaller

    Toller Test! Ansonsten kann ich mich dem guten Guido aber nur anschliessen..

  3. Kartoffelkaefer
    Kartoffelkaefer

    Da hast du vollkommen recht, aber größere Dosen liegen meistens (mein Gefühl her) im Boden. Nach der ganzen Archivierungsorgie in und um Aachen (regelkonforme Auslegung der GC Regel), haben die meisten eh es leid noch irgendwas im Boden zu verstecken. Gerade große Dosen waren dafür ja bestens geeignet :-/

  4. Guido

    Meiner Meinung nach, sind alle hier vorgestellten Behälter zu klein. Es geht nicht nur um das Suchen, sondern auch um das Tauschen von Gegenständen. Das motiviert gerade jüngere Geocacher sehr und fordert selbst zu Kreativität auf, wenn man sich überlegt, was man denn in einen Behälter legen kann.

    Sicher ist es leichter, einen Nano zu verstecken, als sich ein wirklich gutes Versteck für eine große Dose zu überlegen. Deshalb ist zunehmend zu beobachten, dass immer mehr Filmdöschen in Mauerritzen, Schotterwegen und Baumwurzeln versteckt werden. Dieser Unfug macht dieses schöne Hobby kaputt.

    Erst neulich wollte ich mal wieder geocachen. Ich habe mir auf der Internetseite die Karte von Aachen aufgerufen um meine Tour zu planen. Bei fast jedem verzeichneten Cache handelt es sich um Filmdöschen oder noch kleinere Behälter. Kaum noch findet man eine originelle, mit Verstand und Kreativität verstekcte sowie mit Tauschgegenständen bestückte Dose.

Kommentare sind deaktiviert.