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Apr 24 2013

Kartoffelkaefer

Vorläufige Insolvenz vom Tisch? – Investor für den Tivoli?

Panik

Gestern Abend überschlugen sich die Ereignisse. Liga3-Online kam mit einer Eilmeldung das Alemannia die mögliche vorgezogene Insolvenzeröffnung nicht durchführen wird. Ein Bericht in der „Neuen Westfälischen“ untermauerte das. Dort laß man das Alemannia die Saison zuende spielt, und erst danach die geplante Insolvenz durchführt. Es war auch zu lesen, das der Präsident von Preussen Münster koketierte mit Alemannia Interims-Geschäftsführer Michael Mönig „lose“ gesprochen zu haben. Der Inhalt des „Gesprächs“ soll sich um Zahlungen von Preussen Münster an Alemannia gehandelt haben, damit diese die Saison zuende spielen. Denn für Preussen Münster steht damit möglicherweise der Aufstieg in die 2. Liga auf dem Spiel.

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Ob man bereit ist seitens Münster, das durch eine vorzeitige Insolvenz eingesparte Geld, zu zahlen damit Alemannia bis zum Ende regulär spielt hinterläßt ein kleines „Geschmäckle“. Man wird nicht müde zu betonen von allen Seiten welch einen Imageschaden die Alemannia erleiden würde, wenn die Tabelle auf dem Kopf gestellt wird. Die Babelsberger, immerhin würden diese in dem Abstiegssog eingesaugt werden, sehen das zwar auch „kritisch“ aber hegen zumindest Verständnis für Alemannia. Jeder Verein muss das tun was ihm am besten ist. Nun ruderte man am Morgen zurück, der Artikel in der „Neuen Westfälischen“ wurde entfernt, und Voskuhl (Sprecher des Insolvenzgeschäftsführers Michael Mönig und Interims-Pressesprecher Alemannia Aachen) sagte – „das man die Saison zuende spielen werde“. Wie, das wurde nicht gesagt. Ob es nun Freundschaftsspiele werden oder noch ernstgemeinte Spiele? Wer weiß das schon.

 

Linden

Ex-Alemannia Aufsichtsrat Chef und Oberbürgermeister Stadt Aachen

Ganz anderes vernahm man in der WDR Lokalzeit aus Aachen. Dort wurde ein Rückblick gemacht wie es zum „Sanierungsfall Alemannia“ kommen konnte. Passend wurde der Bericht eingeleitet mit Ex-Oberbürgermeister und Ex-Aufsichtratvorsitzender der Alemannia Aachen GmbH Dr. Jürgen Linden, der maßgeblich am Bau des neuen Stadions beteiligt war (und seinen Finanzen). Wenn man das hört könnte man die Fernbedienung in den Fernseher schmeissen! Es wurde berichtet das die Stadt Aachen das APAG Tivoli Parkhaus übernehmen wird, und ein niederländischer Investor den Tivoli kaufen will. Entsprechende Gespräche gab es schon, der Investor würde auch in der Regionalliga die Pläne vorantreiben. Wie das ganze konkret ausschaut, welcher Plan dahinter steckt, steht noch in den Sternen. Alemannia beschäftigt sich laut Interims-Aufsichtsratvorsitzender Helmut Kutsch mit dem Thema. Der zeigte sich auch im TV das er ein Kämpfer ist bis zm Schluss, wenn es um die Alemannia geht. Hätte er mal das lange Zeit vorher getan in Gestalt seiner Aufsichtspflicht!

Zukunft

In zwei Wochen soll auch der sportliche Weg in die Zukunft gestaltet werden. Dann sollen mit dem Trainerteam, Manager und Spielern Gespräche aufgenommen werden. Die Zukunft Regionalliga muss geplant werden, und wie Alemannia auch danach noch überleben kann. Und zwar so das man mittelfristig wieder in den bezahlten Fussball der 2. Liga zurückkehrt. Dieser Husarenschritt ist weit genug. Aber wenn die Wirtschaft, Sponsoren, Stadt, der mögliche Investor etwas draus machen dann könnte Alemannia in seiner 113 Jahr tatsächlich noch einmal eine neue Chance bekommen. Man kann nur hoffen das diese von allen Beteiligten genutzt wird.

 

Link:
WDR Lokalzeit Aachen – Thema Rückblick, Ausblick, Alemannia