Apr 07 2013

Urlaub und Cachen in Warnemünde

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Von Aachen aus ist die Nordsee ja nicht fern, ca. 2,5 Stunden und man ist an der niederländischen Küste und kann den Strand geniessen. Will man aber allerdings mal zur Ostsee, muss man eine längere Reise in Anspruch nehmen. Wie gut das unsere Verwandschaft aus der Ecke kommt, so kann man immer bequem beides kombinieren. Dieses Jahr Ostern war es auch wieder soweit. Trotz des Winterfeelings um die 1°C rum lachte die Sonne vom Himmel. Dick eingepackt ging es in Rostock´s Norden, nach Warnemünde. Was früher ein kleines Fischerdorf war, und zwischenzeitlich der Treffpunkt der “Hautevolee“, ist nun ein beliebtes Reiseziel an der Ostsee geworden.

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Man sollte es aber in der Ferienzeit tunlichst vermeiden mit dem eigenen Auto anzureisen. Die teilweisen engen Gassen sind das eine Problem, das Parken ein ganz anderes. Am besten man parkt schon in Rostock selbst und wechselt auf dem öffentlichen Nahverkehr. Eine S-Bahn bringt einen so bequem zum Bahnhof Warnemünde, was gleichbedeutend der Mittelpunkt der Insel ist. Von hier aus stehen einem alle Wege offen. Ob man nun hier den Schwenk Richtung Promenade unternimmt, oder mit der Fähre übersetzt zur “hohen Düne” und dort den Yachthafen besucht. Alle Möglichkeiten sind gegeben. Wenn man großes Glück hat kann man hier auch die Traumschiffe der AIDA sehen, die in unmittelbarer Nähe ihren Landeplatz haben.

IMG_2100Was in anderen Städten, wie z.B. in Köln, ganz gut klappt funktioniert auch in Warnemünde für die Verliebten Pärchen. Das Liebes- oder Glückschloss. Direkt an der Promenade gelegen findet man nun auch jenes seit kurzem. Der Schhlüssel wird natürlich zum Zeichen der Verbundenheit, und des Untrennbaren Glückes gleich in den Hafenbecken geworfen. An der Promenade vorbei im Hafen liegen die unzähligen Fischkutter mit ihrer wertvollen Fracht im Hafen. Bei einigen kann man sofort an Deck gehen und dort den frisch gefangenen Fisch verkonsumieren. Backfischbuden gibt es natürlich auch an jeder Ecke, wer hier Schnitzel und gut bürgerliches Essen sucht ist definitiv falsch. Aber Achtung, die gefräßigen Möwen die über der Promenade kreisen sind sehr mutig. Nicht selten wird hier einem Gast das Fischbrötchen sprichwörtlich aus der Hand “geklaut”.

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Folgt man der Promenade weiter sieht man neben den vielen Souvenir Shops auch kleinere Restaurants im uhrigen Stil. Warnemünde ist im Zeichen des stetigen Wandels, das moderne hält ebenso Einzug wie auch das urtürmliche aus Zeiten des Fischerreidorfes. Aber nicht nur die Reichen und Promis haben das Fleckchen Erde im hohen Norden für sich schon lange entdeckt, auch die unzähligen Besucher aus aller Herren Richtungen finden ihren Platz. Das die Preise “in der Saison” anziehen versteht sich von selbst. Abseits der Fußmeile in der “Altstadt” kann man durch Gäßchen und Sträßchen ziehen und so kleine verträumte Lokalitäten entdecken. Das schöne liegt halt nicht immer auf der Promendenseite.

DSC_9245Wenn man die Promenade hinter sich gelassen hat merkt man, je nach Jahreszeit, die Ostsee. Der harte Wind bläst einem ins Gesicht und die Luft riecht nach Meer und Salz. Hat man einen der Ausichtspunkte erreicht, wird das Auge belohnt mit einem atemberaubenden Blick. Ob man nun in die Ferne schweift und die riesigen “Pötte” am Horizont beobachtet, oder die Fährschiffe beim Ein- oder Auslaufen in dem Hafen zuschaut, hier kann man die Seele baumeln lassen. Direkt in unmittelbarer Nähe ist auch schon der Strand zu sehen, und unverkennbar das Hotel Neptun. Dort übrigens, am Fuße des Hotels, kann man sich den berühmten “Broiler” servieren lassen. Nicht ganz billig das ganze, immerhin 11,80 € muss man auf dem Tisch legen. Aber die Tische und die Theke sind immer voll besetzt. Nicht nur beim Essen sollte man sich Zeit lassen, beim Warten auf einen freien Tisch ebenfalls.

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Nun, wir verbringen meist einen ganzen Tag hier, denn für einen mehrwöchigen Urlaub ist es vielelicht doch etwas zu “übersichtlich”. Aber ein schönes Wochenende kann man schon verbringen, vor allem wenn man eher dem Strand und Sonnetanken zugetan ist als die “Kultur” zu bestaunen. Diese kommt auf keinem Fall zu kurz, aber wenn man schon mehrmals Warnemünde besucht hat kennt man auch dieses auswendig irgendwann. Nicht zu verachten sollte man allerdings auch den großen IGA-Park vor Warnemünde, der sprichwörtlich einlädt die Natur zu geniessen und jede Menge Attraktionen zu bieten hat. Hier fand die IGA 2003 statt die für Rostock und Warnemünde zu einem vollen Erfolg wurden.

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Die Eingangs erwähnte “hohe Düne” auf der anderen Seite von Warnemünde ist auch ein Besuch wert. Hier kann in einem FirstClass Hotel verweilen, wenn der Geldbeutel entsprechend gut gefüllt ist. Um es im rheinländischen zu sagen, hier wird einem die “Futt” nachgetragen. Aber auch so kann man am Jachthafen vorbeischlendern oder zwischen den Hotels und Kongresscentren umherwandern. Hier ist eben alles mindestens zwei Stufen höher als auf der anderen Seite. Und wenn man Glück hat kann man auch den ein- oder anderen Promi erwischen, sofern er mit dem Helikopter auf dem Landeplatz einschwebt. Hier erübrigt sich natürlich eine Parkplatz Suche.

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Was man natürlich auch sehr gut in Warnemünde machen kann, ist Geocachen. Die Caches, die einem rund um Warnemünde führen, sind als netter Zeitvertreib und zusätzlicher Informationsquelle unerläßlich. Allerdings sind sie fast alle auch sehr “Muggellastig”, ein ruhiges Eckchen zu finden ist nicht ganz einfach. Achja, unter Muggels versteht man die Leute denen Geocaches überhaupt nichts sagt. Entliehen wurde diese “Wortklauberei” den Harry Potter Büchern und Filmen. Neben den einfachen “Tradis” gibt es auch “Multicaches” und “Earthcaches”. So ist für jedermann und Frau etwas dabei. Obwohl wir schon sehr oft in Warnemünde waren, gibt es immer noch Caches die wir nicht gefunden haben oder angehen konnte, aus den bekannten Gründen.

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Die Ostsee, Warnemünde im speziellen, ist immer eine Reise wert. Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah?

Weiter Infos bietet euch auch www.ostsee24.de