Mrz 10 2013

Wenn es mal nicht so läuft….1-2 Heimniederlage

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Irgendwann kommen wir mit unseren Umstellungen und Einwechslungen auch mal ans Ende (Alemannia Coach René van Eck)

 

 

Ein bisschen den Finger in die Wunde legen, ja man kann auch dumm verlieren. Und Alemannia tat dies am Samstagnachmittag gegen den seit 7 Spielen sieglosen SV Babelsberg. Niederlagen sind ja immer unnötig, aber diese “Pille” war schwer zu schlucken. Komischerweise ist es schon gefühlte 100 Jahre so, immer das selbe Strickmuster und immer andere Mannschaftskonstellationen. Je größer und höher der Gegner ist, springt meistens ein Sieg aus. Je kleiner und unscheinbarer aber der Gegner wird, bekommen unsere schwarzgelben regelmäßig Probleme. Nun gleisen wir die Babelsberger erneut nach einer Niederlagenserie auf.

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Nach 8 Minuten jubelte bereits der Tivoli, und 8.600 Fans reckten die Arme im Himmel. Dario Schumacher markierte das 1:0, obwohl er eigentlich mit seiner Flanke wunderschön Babelsberg Assimiou Touré bediente. Der köpfte in feinster Manier den Ball ins eigene Tor. Ein Auftakt nach Maß. Die frühe Führung sollte genau in unsere Hände spielen. Tat sie aber nicht, denn statt besser wurden unsere schwarzgelben kontinuierlich schlechter, warum eigentlich?

Ein Faktor ist natürlich die elende Verletzungsliste, so das unsere Abwehr nicht mal mehr mit reinen Abwehrspielern bestückt werden kann sondern mit Aushilfskräfte. Norikazu Murakmai ist sonst eher in der Offensive zu finden, und warum er dort am besten aufgehoben ist zeigte er die 90 Minuten. Auch Timo Brauer, kein ausgewiesener Abwehrmann, tat das was er konnte. Aber auch er zeigte das dies nicht seine Position ist, trotz aller Bemühungen. Das es teilweise in der Abwehr zuging wie im Hühnerstall, sei´s drum. Ein renomierter Gegner hätte die Einladungen munter angenommen zum Toreschiessen. Aber es lag mehr an die Unzulänglichkeit der Babelsberger und an einem sehr starken Mark Flekken im Tor, der wiederum bewies das er ein sehr guter Torhüter ist.

An den Gegentoren konnte er nichts machen, einmal überraschte ihn sein eigener “Aushilfsabwehrmann” Norikazu Murakmai per Kopf, und zum Schluss hatte Babelsberg Essig einen seiner seltenen Glücksmomente beim Freistoss. Es war eigentlich ein Spiel das keinen Sieger verdient gehabt hätte, trotz auffälliger Unzulänglichkeiten im Spielaufbau beider Teams konnte man sowohl den schwarzgelben wie auch den roten die kämpferische Leistung nicht absprechen.

Nur um es mal auf die Alemannia Seite zu richten, es dauerte einfach alles zu lang. Der Spielaufbau ging meist schon in der Vorwärtsbewegung in die Hose, viele Fehlpässe und Mißverständnisse prägten das Bild. Die wenigen Chancen während des Spiels ließ man gerne fahrlässig liegen. In der Abwehr leistete man sich manch einen “Klopper” das man die Hände vor dem Gesicht schlug. Rafael Garcia, bereits nach 14 Minuten eingewechselt für den verletzten Kristoffer Andersen, hatte auch nicht seinen besten Tag erwischt. Nach “52 Nettominuten” Einsatz holte ihn unser Coach wieder vom Feld. Überhaupt sah man nun das was man eigentlich erwarten konnte.

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Die jungen Spieler wie Rafael Garcia, Sasa Strujic, Armand Drevina und Robert Wilschrey zeigten sich Formschwach nach Wochen von Spielweisen auf hohen Niveau. Aber das muss man akzeptieren, immerhin spielten sie vor drei Monaten noch in der fünfklassigen NRW Liga. Vieleicht wäre es anders gelaufen wenn Kristoffer Andersen nicht frühzeitig runter gemusst hätte, vor der Abwehr sollte er für Stabilität sorgen. Aber ohnehin hätte eigentlich gegen schwache Babelsberger reichen müssen.

In der Schlussphase der zweiten Halbzeit hatte man genügend Chancen zur Führung gehabt. Sascha Marquet köpfte den Ball wunderbar ins lange Eck, leider meinte der Linienrichter das der Flankengeber im Abseits gestanden hätte. Timmy Thiele tankte sich oft bis vor das Tor durch, aber der goldene Abschluss will ihm einfach nicht gelingen. Genauso eloquent und störrisch agierte Marcel Heller, der immer durch seine Schnelligkeit beeindruckt aber auch durch seine elendliche Fummelei bis der Ball weg ist im Strafraum.

Denis Pozder hätte zum Matchwinner mutieren können, gerade eingewechselt bekam er freistehend vor dem Tor den Ball. Und haute ihn gnadenlos aus 7m über den Kasten! Ja, da kann man sich schonmal die Hände vor das Gesicht schlagen. Dann wurde schlussendlich ein Babelsberger der Matchwinner. Mit einem schönen Freistoss ins linke untere Eck war Keeper Mark Flekken chancenlos, und Babelsberger Fans fassungslos vor Glück. Nach sieben Niederlagen ausgerechnet auf dem Tivoli zu gewinnen, das war wie ein sechser im Lotto.

DSC_9944Statt das man sich absetzt ist man nun wieder mittendrin im Abstiegskampf. Schade, die Chancen waren günstig das man die anvisierten 41 Punkte von Sportchef Uwe Scherr schon um drei weitere Punkte bereicherte. Man kann nur hoffen das kommende Woche bei den Preussen aus Münster die Nervenstärke und Sicherheit wieder im Team zurückkehrt, sonst könnte es verdammt bitter werden gegen den Aufstiegsaspiranten. Allerdings kommen wir hier wieder auf dem EIngang des Artikels zurück. Gegen Top Mannschaften zeigt sich unsere Alemannia ja meist von der besseren Seite. Hoffen wir das es so kommt! Aber zuerst geht es am Dienstag zum Nachholspiel nach Rot Weiss Erfurt, ehe man zu den Preussen reist. Damit die englische Woche final wird, muss man zum dritten Auswärtsspiel hintereinander nach Wacker Burghausen reisen. Immerhin hat man zwischendrin den AachenCup am 20. März.

Übrigens, wer meint das bei einem “bescheidenen” Spiel keine Emotionen drin sind…der sei eines besseren belehrt 😉 Auch wenn das Tor nicht zählte, schön war es dennoch.

 
 

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