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Mrz 03 2013

Kartoffelkaefer

Verlierer der Woche – Spiel, Spieler, Reputation

ATSV-UH
 
Was für eine „scheiss“ Woche. Sind wir doch mal ehrlich, langsam aber sicher hat man doch keine Lust mehr morgens in die Zeitung zu gucken, einen Blick in Facebook zu werfen oder Abends die WDR Lokalnachrichten zu gucken. Natürlich meine ich damit alles, was nicht mit der Mannschaft zu tun hat. Denn die reißt sich Woche für Woche, mit mehr oder weniger Erfolg, ein Bein aus während die Herren in Schlips und Kragen sich um Kopf und Kragen reden. Wieso ist es so schwer das erwachsene Menschen in bestimmten Funktionen zusammenkommen und mit einer Stimme sprechen? Warum muss man wieder zuerst über die Medien reden, Drohkulissen aufbauen und den mahnenden Zeigefinger heben? Das zeigt wie schwer die Beziehung zwischen Stadt und Alemannia geworden ist. Obwohl die Stadtbväter und Mütter noch die selben geblieben sind, wurden diese bei Alemannia abgelöst. Geändert hat sich für den gemeinen Fans kommunikativ erstmal nicht viel.

 

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Alemannia vom Tivoli in die Provinz?

Raus aus der Stadt hieß es Anfang der Woche, da sonnte man sich gerade mal gut einen Tag mit einem 3:0 Sieg gegen die Stuttgarter Kickers. Nein wie schön, endlich wieder ein Sieg und dazu noch überzeugend. Gut für die Fanseele, Werbung für die Alemannia, Werbung für die Sponsoren. Doch schon einen Tag später koketiert man am Tivoli über die Medien das man sich den teueren Tivoli nicht leisten kann und nun darüber nachdenkt aus Aachen wegzuziehen. Da hatte Interims-Geschäftsführer und Rechtsanwalt Michael Mönig die Bombe platzen lassen. Verhandlungen mit den Gläubigern der Stadt Aachen, AachenMünchener Versicherung und das Land NRW waren zuvor an der Hürde 1,7 Millionen Euo Stadionmiete gescheitert. Alemannia konnte und wollte nur 600.000 Euro zahlen. Das „akzeptierten“ die Gläubiger nicht und so war Alemannia erst einmal ohne Stadion für die kommende Saison. Da aber am 01. März die Lizenzierungsunterlagen eingereicht werden mussten beim DFB sah man sich außerhalb von Aachen um. Und fand im 29km entfernten Jülich beim SC Jülich 1910/97 Gehör. Diese wollten ihr Stadion (Karl-Knipprath-Stadion) mit einer Kapazität von 5.500 Zuschauern zur Verfügung stellen.

 

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Park-Limburg Stadion des Roda JC Kerkrade

Der Öcher der das in der Zeitung laß lachte erstmal herzlich. War denn schon der 1.April? Alemannia sollte nicht mehr im Tivoli spielen und stattdessen in Jülich auflaufen? In einem Stadion, wenn man es denn so überhaupt nennen kann, das noch maroder war als der alte Tivoli? Dieser würde sich nachträglich in Grund und Boden schämen, das man überhaupt über so etwas nachdachte. Auch das benachtbarte Kerkrade sollte eine Option sein, aber da dieses im vereinten Europa trotzdem sich im Ausland befindet würde man da rechtlich nicht weit kommen mit den ganzen Rattenschwanz an Problemen. Nun, für die Regionalliga sollte es also Jülich sein, mit ein bisschen Umbauarbeiten auch für die 3. Bundesliga?! Das Fan Echo war riesengroß, bundesweit war Alemannia wieder in den Schlagzeilen. Doch leider fielen diese nicht positiv aus, nicht einmal mitleidig wollte man der Alemannia gutes Gelingen wünschen. Der Oberbürgermeister der Stadt Aachen Marcel Philipp stellte über Facebook, etwas gereizt, dar das man Alemannia nicht fallen lassen würde und man diese weiter im Tivoli spielen lassen wolle. Aber die Möglichkeiten der Einnahmen für die Gläubiger müssten ausgelotet werden, so das teilbereiche vom Tivoli vermietet würden im Bedarfsfall. Nachdem der Tivoli-Tross nun zwangsmäßig auf 3. Bundesliga abgespeckt wurde gibt es nun Platz im großen Tivoli Innenraum. Sogar vom Abriss des Tivoli war die Rede ?!?! (was natürlich eine Ente war, aber in Zeiten wo man gedanklich Richtung Jülich schielt ist wohl alles möglich).

 

weinen_copyrightDie Pointe, und damit das Ende, kam postwendet einen Tag später aus Jülich. Dort hatten die Stadtväter und Mütter ein Machtwort gesprochen und fanden das Ansinnen der Alemannia garnicht lustig. Wie konnte sich der Verein Jülich 1910/97 überhaupt erdreisten der Alemannia das Stadion zu vermieten? Der Eigentümer ist die Stadt Jülich und die entscheidet! Außerdem hatte man Pokerface Michael Mönig ausgeguckt das er es nicht so ganz ernst meinte, und eher die Stadt Aachen per Nasenring durch die Manege ziehen wollte. Aber nicht mit dem Commander aus Jülich bzw. deren Stadtväter (und Mütter). Tja, nun stand er da der Michael Mönig. Eine Sicherheitsbegehung hatte indes ergeben dass das Karl-Knipprath Stadion sowieso nicht den Ansprüchen genügt für den DFB. Trotz ernstem Gesicht reichte Alemannia die Unterlagen beim DFB ein, ohne Stadionnachweis. Die Stadt und Alemannia sind nun im ständigen Kontakt mit dem DFB wie man denn nun doch den Tivoli da reingeschrieben bekommt. Der Stadtrat wird erst wieder am 13 März zusammenkommen und darüber entscheiden. Dummerweise hatte man seitens Alemannia wohl vergessen diesen wichtigen Stichtag (01. März) der Stadt mitzuteilen. Aber nicht das man sich bei der Alemannia schämt, nein bevor der DFB überhaupt einen Blick in die Lizenzunterlagen genommen hat droht man schon seitens Alemannia (in Form von Insolvenzverwalter Mönning) das man vor ein europäisches Gericht ziehen würde wenn der DFB das Insolvenzrecht nicht über seinen eigenen Statuten stellen würde. Na prima, so läßt es sich verhandeln.

 

Flog mit Rot vom Platz - Kapitän Sascha Herröder

Flog mit Rot vom Platz – Kapitän Sascha Herröder

Es war schon immer Alemannia´s Hang der Geltungssucht das man erstmal droht und hadert und Tatsachen schafft. So hat man es in der Vergangenheit schon oft gemacht, sich auf die Rathaustreppe hingestellt und geklopft. Wenn ihr uns nicht helft habt „ihr“ ein Problem! Komisch, das Alemannia sich immer in der Opferrolle sieht. Das dieses ganze Hantier nicht an der Mannschaft spurlos vorbeigeht kann man sich leicht ausrechnen. Kabinenthema Nummer 1 war weniger der Gegner aus Unterhaching sondern die Huddelei in Sachen Stadion. Schade das es am Ende in Unterhaching nicht gereicht hat für einen Sieg oder einen Punkt. Die Möglichkeiten waren da, aber weder Timmy Thiele, Darius Schumacher noch Timo Brauer vermochten die „Pille“ ins Tor zu jagen. Ein Pfostenschuss war das beste was mein seitens schwarzgelb rausholen konnte. War die erste Halbzeit noch im Sinne der Alemannia gestrickt bei den bislang sieglosen Bayern, kam in der zweiten Halbzeit irgendwie der Knoten rein. Die Laufwege stimmten nicht mehr, die Fehlerquote immer höher. So vertändelte der bislang gute Armand Drevina den Ball und Hachings Voglsammer taucht alleine vor Mark Flekken auf und versenkt den Ball zum 1:0. Als wenn das nicht schon schlecht genug wäre leistete sich Kapitän Sascha Herröder eine Notbremse und flog mit rot vom Platz. Da kann Coach René Van Eck nächste Woche gegen Babelsberg aber zaubern wen er in der Abwehr hinstellt. Denn einen richtigen Verteidiger aus der Profiabteilung haben wir nun nicht mehr, die sind alle krankheitsbedingt ausgefallen. Es ehrt aber unsere junge Truppe das sie nicht aufsteckt und weiter den Ausgleich suchte, selbst Mark Flekken hielt es 5 Minuten vor Spielende nicht mehr im Tor und suchte vorne sein Glück Genutzt hat es nichts mehr. EIne unsägliche Woche geht zuende mit zuvielen negativen Schlagzeilen. Hoffen wir das es wieder was positives diese Woche gibt.