«

»

Feb 26 2013

Kartoffelkaefer

April April? Alemannia „droht“ mit Auszug aus Aachen

Auszug

 

 

Unfassbar2Gerade lief die WDR Lokalzeit als es in meiner Twitter Timeline „zwitscherte“. Ich glaubte zuerst an einem April Scherz, aber es war doch erst Ende Februar? Da stand doch „Das ist ja wirklich ein Knaller – Alemannia prüft Umzug vonm Tivoli nach Jülich“. Nun ist der AZ Redakteur Buettgens ja manchmal zu Späßchen aufgelegt, aber bei der Alemannia macht auch er keinen Spaß. Und tatsächlich, Alemannia Geschäftsführer Michael Mönig verkündetete heute wohl das die Gespräche mit den großen Gläubigern der Stadion GmbH  (AachenMünchener Versicherung, Stadt Aachen und das Land NRW) in Sachen Tivoli Stadion vorerst gescheitert seien. Diese fordern eine jährliche Miete von 1,7 Mio Euro von der Alemannia bei Nutzung des Tivoli Stadions. Das ist natürlich in anbetracht der finanziellen Situation ein NoGo. Alemannia hatte selbst 600.000 Euro ins Spiel gebracht, orientiert am Umsatz. Das war den Gläubigern (noch) zu wenig. Nun drängt allerdings die Zeit für weitere Verhandlungen, denn bis Freitag muss Alemannia die Lizenzierungsunterlagen zur 3. Bundesliga beim Deutschen Fussball Bund (DFB) einreichen. Und dieser setzt eine Spielstätte voraus. Da im jetzigen Augenblick die Alemannia ohne Stadion dasteht, hat der SC Jülich spontan seine Hilfe angeboten und würde sein „in die Jahre gekommenes“ Karl-Knipprath-Stadion zur Verfügung stellen! Dort passen 5.500 Zuschauer ins renovierungsbedürftige Stadion rein, wieviele tatsächlich dort hinfahren würden…ich mag es mir nicht auszumalen.

 

kaiserkarlMan kann Verstehen das die Stadt, das Land NRW und auch die AachenerMünchener Versicherung immer noch „pissed“ sind auf die Alemannia. Man wurde schließlich um viel Geld geprellt. Mittlerweile sind die einst handelden Personen jedoch weg und Rechtsbeistand Mönig und Insolvenzverwalter Mönning versuchen noch das beste für die Alemannia herauszuholen. Auch Tim Hammer mit seinen Mitstreitern nimmt sich in die Pflicht den Verein nicht untergehen zu lassen. Jüngst hatte selbst die Ratfraktion der SPD wieder Gesprächsbereitschaft signalisiert das man die Alemannia nicht untergehen läßt. Doch genau das würden die drei großen Gläubiger wissentlich auf´s Spiel setzen. Denn auch sie wissen das Alemannia in der momentane Lage solche Summen nicht bezahlen kann. Was wäre die Konsequenz daraus? Man hat ein hochmodernes Stadion da stehen das vor sich hin rottet? Das keinen weiteren Cent abwirft und sogar noch Unterhalt kosten würde? Würde man es an dem ALRV verkaufen wollen? Der müsste das Nutzungsrecht erst ändern und groß Umbauen ehe dort Pferdchen oder anderes Getier rumhoppeln könnte. Und wo ist sie hin die große Propaganda „das Alemannia ein wichtiger und großer Werbeträger der Stadt ist? In den guten Jahren des Erfolges in der Bundesliga und im UEFA Cup, ja da sonnte sich man sich gerne mit der Alemannia. Und nun? Beim Stadionbau hat man erst, als es schon fast zu spät war, eingegriffen und will den Verein nun ausbluten lassen. Das kann es doch nicht sein, und das kann auch in keinem Interesse der Gläubiger sein. Das Alemannia die Kredite zurückzahlen muss steht ausser Frage, irgendwie muss man eine Einigung finden. Wenigsten von dem bisschen etwas als vom ganzen nichts. Und je schneller Alemannia wieder auf die Beine kommt, desto mehr könnte sie an den Gläubigern in Zukunft auch wieder zurückzahlen (man kann sich bestimmt auf einen neuen Stadionkredit einigen der bezahlbar ist).

 
Kaum gibt es mal „gute“ Nachrichten kommt aber prompt wieder so ein „Klopper“ der einem wieder die Laune derart vermiest das man schon wieder die Nase voll hat!

 

DAS KANN DOCH NICHT WIRKLICH EUER ERNST SEIN !