Dez 21 2012

Albert Streit verläßt Alemannia Richtung Viktoria Köln

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Kapitän Albert Streit geht von Bord und verlässt das schwer angeschlage Alemannia Schiff Richtung Köln zur Viktoria. Lange hat er mit sich gerungen, lange hat Alemannia Sportchef Uwe Scherr versucht ihn am Ende doch zu halten um das Aushängeschild des Vereins nicht zu verlieren. Nach der Alemannia Insolvenz war es für Alemannia schier unmöglich den Kapitän zu halten und mit ihm erneut eine Mannschaft aufzubauen die in der kommende Saison wahrscheinlich in der Regionalliga West starten wird (ich berichtete davon). Nachdem die Alemannia Spieler seit November Insolvenzgeld erhalten sah der Plan von Geschäftsführer und Rechtsanwalt für Insolvenzrecht Michael Mönig vor das man sich zur Winterpause von teuren Spielern trennen muss. Man musste ab Abgabe des Antrages auf Planinsolvenz denken und handeln wie ein Regionalligist. Da passten teure Spieler nicht mehr ins Konzept. Nun wurden seitdem Gespräche geführt mit Spielern die den neuen eingeschlagenen Weg der Alemannia mitgehen würden. Finanziell konnte man kaum Anreize schaffen, dennoch sieht es bis dato so aus als würde der überwiegende Teil der Mannschaft auch in der Rückrunde auflaufen können. Für Albert Streit hingegen war es wohl die nun bitterste Enttäuschung und weitere (finanzielle) Zugeständnisse nicht mehr vereinbar. Auch wenn Albert Streit es eigentlich nicht mehr nötig hat auf Geld zu gucken, zu verschenken hat auch er nichts. Sportlich war er schon den bitteren Gang des Abstieges aus der zweiten Liga mitgegangen, mit der Hoffnung mit einem neuen Team eine gute Rolle in der dritten Bundesliga spielen zu können. Doch auch hier blieb man hinter den sportlichen Erwartungen weit zurück ehe die Insolvenz der Alemannia Aachen GmbH den Schlusspunkt setzte.

 

Albert_Streit_copNun wird Albert Streit zum Regionalligisten Viktoria Köln zurückkehren wo er sich nach seiner Schalker Zeit fit halten konnte. Seine Familie wohnt in Köln, der Regionalligist ist dank seinem Mäzen ein potenter finanzstarker Verein der sich anschickt in dieser Saison in die dritte Bundesliga aufzusteigen. Hier wird Albert Streit finanziell und sportlich deutlich mehr geboten als bei der Alemannia, allerdings wird er dort auch vor einer eher überschaubaren Fanschar aufspielen. Ein schnelles Wiedersehen wird es dann schon am 12. Januar 2013 geben, wenn die Alemannia das Nachholspiel im Bitburger Pokal bei Viktoria Köln bestreitet. Angesichts der Insolvenz der Alemannia und das winterliche zusammenstreichen des Kaders, war Viktoria Köln bemüht das angestrebte Pokalspiel im Dezember abzusagen, mit fadenscheinigen Begründungen. Das man sich durch die Neuansetzung im Januar einen Vorteil erhoffte konnte man sehr schnell erahnen, denn es würde im Januar eine bessere Alemannia U23 auflaufen als ein Profikader. Vielleicht haben die Kölner sich aber auch nun geirrt wenn der Großteil der Mannschaft von Alemannia doch zusammenbleibt. Albert Streit hingegen wird an dem Pokalspiel im Januar nicht dran teilnehmen, das war die Bedingung seitens Alemannia an Viktora Köln mit Auflösung des bis 2014 dotierten Vertrages. Albert Streit absolvierte für Alemannia insgesamt 29 Spiele und erzielte dabei vier Tore. Wir werden alle bei Alemannia Albert Streit vermissen der nach langer Zeit wieder ein Aushängeschild des Vereins wurde und viel Sympathie einbrachte. Man kann enttäuscht sein das er uns nun verläßt, aber böse sein? Das müssen wir eher auf unseren Alemannia Aufsichtsrat sein, der es zugelassen hat das die Alemannia nun vor ihrer größten Herausforderung seit 112 Jahren steht. Albert Streit hätte hier fussballerisch in Rente gehen können, aber Misswirtschaft, Augen zu und Ohren zu, haben dazu geführt das der neue Weg Alemannia ohne Albert Streit stattfindet. Ich werde ihn ganz sicherlich vermissen aber niemals über seine Entscheidung böse sein. Ich kann ihn verstehen!

Tschöö Albert, viel Glück und danke für dein Einsatz im Alemannia Dress.

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