Dez 06 2012

Geocache Log ohne dagewesen zu sein?

Ihr kennt das sicherlich. Als Geocacher besitzen die meisten einen oder mehrere eigene Caches, die ihr irgendwo ausgelegt habt und euch an den „Gefunden“ Logs erfreut. Wer von euch macht sich aber wirklich die akribische Mühe nachzuschauen ob diejenigen, die den Cache am PC geloggt haben, auch im Logbuch eingetragen sind? Meistens „vertraut“ man ja den Einträgen und wechselt irgendwann das Logbuch aus wenn es voll ist. Ein kurzer Blick hinein und Abgleich mit den PC Logs werden meistens überflogen. Aber was ist wenn man tatsächlich auf jemanden stößt der im Cache Logbuch nicht eingetragen ist?

 

Damit beschäftige ich mich zur Zeit, denn ein anderer Cacher hatte mir eine Nachricht zukommen lassen das er es nicht gut findet wenn Leute am PC einen Cache loggen ohne vor Ort gewesen zu sein. Da muss ich ihm absolut Recht geben, denn man betrügt sich mit den „Statistiken“ ja doch ein wenig selbst, und andere die glauben das derjenige schon so viele Funde zu verzeichnen hat. Im Grunde muss es aber jeder für sich selbst entscheiden wie und ob er es macht. Bei mir ist der Fall nun folgendermaßen gelagert. Eines Abends bekam ich mehre Mails von Geocaching.com das mein Cache gefunden und geloggt wurde. Dabei war auch eine Mail die mich darauf hinwies das ein Cacher gerade seinen Logeintrag am PC gemacht hat und dabei festgestellte, das die beiden vorherigen Cacher Einträge nicht im Logbuch der Cache Dose vorhanden waren. Das fand er merkwürdig. Am nächsten Tag ging er nochmal zur Cache Location und schaute abermals nach ob die beiden genannten nun eingetragen sind. Waren sie nicht, und so kontaktierte er mich und wies mich darauf hin. Auch er vertrat die Meinung das so was nicht in Ordnung wäre. Ich schrieb darauf die beiden Cacher an um mir ihren Sachverhalt anzuhören. Überraschenderweise antworteten auch beide direkt am selben Tag und erklärten unisono das sie keinen Stift dabei gehabt hätten. Ok, das kann natürlich immer mal passieren. Aber wenn man keinen Stift zur Hand hat gibt es ja mehrere Möglichkeiten. Wiederkommen und loggen, ein Foto der Cache-Dose machen (ein Smartphone haben wohl heute die meisten dabei) oder eben beschreiben wo die Dose sich „versteckt“ hat. Für diese Art „Probleme“ gibt es immer eine Lösung. Leider konnten die beiden mir das nicht schlüssig erklären. So erklärte ich ihnen das ich beide Logeinträge löschen würde, da sie ja nicht vor Ort waren offensichtlich. So weit so gut.

 

Nachdem ich das auch getan habe, es war Nachmittags, bekam ich abends eine Mail von Groundspeak. Einer der beiden hatte den Cache erneut geloggt, aber diesmal unter einem früheren Datum (in der Hoffnung wohl das ich ihn dann nicht sehen würde). Das fand ich allerdings nun ziemlich dreist und schrieb den besagten Cacher wiederum an. Nun kam keine Antwort mehr und es erfolgte die erneute Löschung des Logs. Nun könnt ihr sicherlich sagen „Meine Güte, so einen Aufwand für einen Cacher. Lass ihm doch seinen „Spaß“. Nun, ihr mögt Recht damit haben, aber ich finde so etwas nicht in Ordnung. Warum macht man denn so ein Hobby wenn man auf diese Art und Weise „sich selbst bescheisst?“. Will man vor seinen Freunden und anderen Cacher Kollegen besser dastehen? Der besagte Cacher hatte übrigens 220 gefundene Caches. Das würde ich ihm nach der gemachten Erfahrung so nun nicht mehr glauben. Ich bin gespannt wie es weitergeht, ob er sich nochmal meldet, einfach wieder den Fund loggt oder doch sich bequemt die Dose aufzusuchen und dann richtig zu loggen. Die letzte Möglichkeit wäre mir persönlich die liebste. Im Interesse aller Geocacher.

Welche Erfahrunge habt ihr so gemacht und wie seit ihr damit umgegangen?

1 Kommentar

    • Team Bush-Rescue on 7. Dezember 2012 at 08:39

    Dass man sich grundsätzlich mit so einem Thema auseinandersetzt ist logisch, in einem System, wo der Onlinelog üblicherweise das Einzige ist, an dem „alle andern“ über das Profil sehen wo und bei welchem (und wievielen) Caches man war.
    Mir persönlich ist es allerdings sch***egal. Was interessiert mich, die drei Cacher gefunden zu haben, die ihren Log einfach abgeben ohne an der Dose gewesen zu sein? Wie steht der Aufwand, die Logbücher abzugleichen zum Érfolgsquotienten? Diese Frage wirft dann auch die Frage auf, ob alle, die Funde löschen oder nicht loggen, nicht auch bescheissen. Und ob nicht alle bescheissen, die nicht selber zur T5 Dose gegangen sind. Wenn aber alle im Team an die T5Dose müssen, anstatt nur einer im Team, müssen dann nicht auch alle die um einen 1er rumstehen zumindest mal die Dose mit dem Finger berühren, oder gar das Versteck selber finden, nachdem der Teampartner es wieder versteckt hat?

    Das mag überzogen wirken, soll aber verdeutlichen wohin man mit dieser Diskussion kommt.
    Darüberhinaus war es vielleicht 2006 etwas besonderes 100 oder gar mehr Dosen gefunden zu haben und etwas, womit man sich brüsten konnte. Aber heute, wo manche Cacher im Jahr 1500 Dosen loggen – wo Cacher die 1500 Dosen gesehen haben manchmal weniger gesehen haben als welche die 200 Dosen gesehen habe (Powertrail vs HCC und Schleifencachen) interessiert Euch da WIRKLICH noch die Anzahl der Punkte?

    Also mich nicht.

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