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Nov 29 2012

Kartoffelkaefer

Alemannia: Planinsolvenz kommt – Meino Heyen geht

 

Ein kleiner Schritt auf dem Weg in den Neuaufbau ist getätigt. Die Planinsolvenz in Eigenverantwortung kann kommen nachdem das Amtsgericht Aachen und der Gläubigerausschuss dem Antrag der Alemannia Aachen GmbH gefolgt sind. Gleichzeitig wurde Rechtsanwalt Professor Rolf-Dieter Mönning, von der Aachener Kanzlei Mönning und Georg, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt und Michael Mönig (bislang Restrukturierungsbeauftragte der Alemannia) wurde auf Wunsch des Alemannia Aufsichtsrates für die Phase der Sanierung zum neuen Geschäftsführer der Alemannia GmbH berufen. Erleichtert nahmen alle Beteiligten den Verlauf zur Kenntnis, denn nun geht es erst richtig ans Werk. „Die Aufgaben in den kommenden Wochen und Monaten sind komplex, entsprechend wichtig ist das gesamte Team, das um die Rettung des Vereins kämpfen wird“ so der neue Geschäftsführer Michael Mönig. Es ist natürlich gut das Michael Mönig nun die Augen und die Hand auf die Alemannia Gelder hat, gleichzeitig wird hier so manch ein Fan skeptisch werden. Hatte er vor zwei Wochen noch von einem kaufmännischen Geschäftsführer gesprochen, der dringend eingestellt werden muss, so übernimmt er den Posten nun selbst statt weiterhin als Berater zu agieren. Ebenso stößt die Personalie „Rolf-Dieter Mönning“ auf einer etwas größeren Skepsis, da besagter Insolvenzverwalter vor zwei Jahren in den Alemannia Aufsichtsrat gewählt wurde auf der Mitgliederversammlung. Doch Mönning nahm seine Wahl nicht an, nachdem der Aufsichtsratvorsitzende Dr. Jürgen Linden am gleichen Abend von den Mitgliedern abgewählt wurde. Das nimmt man ihn bis heute noch „übel“. Michael Mönig hingegen sieht dies weniger emotional da er schon öfters mit ihm zusammen gearbeitet hat. Er machte diese Personalie abhängig von einem Überleben des Vereins, denn Mönning sei daran interessiert zusammen mit ihm die Alemannia wieder „fit“ zu machen. Viele andere infrage kommende Insolvenzverwalter wären nur an einer schnellen Abwicklung interessiert. Nun denn, man wird das neue Duo verstärkt beobachten in den kommenden Monaten.

 

Rücktritt von allen Ämtern – Meino Heyen

Alemannia Aufsichtsrat Vorsitzender und Alemannia Präsident Meino Heyen legte heute offiziell seine Ämter mit sofortiger Wirkung nieder. Schon gestern informierte er die Gremien über seinen Schritt. Nachdem der Antrag auf Planinsolvenz durchgegangen ist räumt er nun das Feld. In den Medien wurde es als „stiller Abgang“ betitelt, aber eigentlich handelt er wieder so wie man ihn kennt. Ohne große Öffentlichkeitsshow sagt er „Tschö“. Natürlich hält er sich für die gesamte Aufarbeitung der Alemannia Insolvenz zur Verfügung, das mindeste was er noch tun kann. Es ist schön zu lesen das er noch mit einem guten Geldbeitrag für die Oktobergehälter gesorgt hat. Aber nachdem was nun so herauskommt bei der Alemannia ist das auch nur recht und billig. Als Vorstandsvorsitzender muss er sich gefallen lassen auf der gesamten Linie versagt zu haben, ebenso sein schon unnatürliches festhalten bis zuletzt an Ex-Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Meino Heyen wird leider in der Alemannia Historie keinen Platz in der „Hall of Fame“ finden. Zu schlecht war seine Außendarstellung, zu schlecht seine Kontrollfunktion, zu schlecht sein Umgang mit Kritikern und nicht zuletzt das festhalten an einem gescheiterteten Geschäftsführer. Schade um jemanden mit einer sonst guten Reputation. Nun wartet man natürlich darauf das die anderen Aufsichtratmitglieder es ihm gleichtun werden. Ein Helmut Kutsch, Michael Nobis und Christoph Terbrack haben ebenfalls in ihrer Funktion gänzlich versagt und den Verein mit in dem Ruin getrieben. Während Christoph Terbrack nur noch gelegendlich gesichtet wird im Alemannia Umfeld und weiterhin stumm bleibt, versuchen zumindest die beiden anderen noch „gutes“ zu tun. Leider werden sie es nie mehr gutmachen können in irgendeiner Form, egal was sie jetzt noch zu unternehmen versuchen. Ihnen kann man ebenso wenig weiterhin vertrauen, und wer würde das auch angesichts ihres Versagens? Es kann nur ein Neuanfang mit neuen Leuten geben. Da nun Michael Mönig und Rolf-Dieter Mönning das „Sagen“ haben am Tivoli, kann man sich nach neuen Leuten umsehen denen Alemannia am Herzen liegt und mit denen man eine Zukunft aufbauen kann.

 

Alemannia´s Hilferufe bleiben nicht ungehört. Nachdem bereits der FC Schalke 04 zugesagt hat, im Rahmen eines Freundschaftsspiels für Lewis Holtby auf seine Gage zu verzichten, hat nun auch Rekordmeister FC Bayern München zugesagt zu einem Benefizspiel anzureisen. Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge erklärte das der FC Bayern bereit sei nach Aachen zu kommen um der in finanziellen Nöten steckende Alemannia zu helfen. Dazu werde man am 20. Januar 2013 mit der ersten Elf im Tivoli antreten. Das wird dann eine besondere Herausforderung für die neue Alemannia Elf sein, die wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt mit U23 und U19 Spielern bestückt sein wird. Im Januar wird dann auch der FC Schalke 04 sein Spiel auf dem Tivoli absolvieren. Das gibt für die Alemannia einen dicken Batzen Geld in die klamme Kasse um den Rest der Drittligasaison zu bestreiten.