Nov 16 2012

Die Stunde Null – Alemannia meldet Insolvenz an

 

Das, was sich kaum niemand ersthaft Vorstellen konnte, wird heute um 11 Uhr eintreten. Die Alemannia Aachen GmbH wird die Insolvenz anmelden. Nachdem ein externes Expertenteam die “Bücher” sondiert hat scheint seit gestern Abend klar zu sein das Alemannia Aachen nicht überlebensfähig ist. Die genauen Zahlen werden heue Vormittag, wo es eine außerordentliche Alemannia Pressekonferenz gibt, bekannt gegeben. Gestern Abend wurde bereits die Stadt Aachen darüber informiert wie man die kommende Insolvenz angehen will. Damit wird voraussichtlich der Tradition Verein Alemannia Aachen nach 112 Jahren von der Fussball Karte verschwinden, zumindest für sehr lange Zeit. Die spekulierten 4 Mio Euro, die aktuell in der Vereinskasse fehlen, werden wahrscheinlich noch sehr viel höher ausfallen. Damit haben es die Verantwortlichen der Alemannia, die Aufsichtsratmitglieder Kutsch, Nobis Terbrack und der Vorsitzende Aufsichtsrat Chef Meine Heyen geschafft den Verein vor die Wand zu setzen. Und das sehendes Auges. Eine Kontrolle des Aufsichtrates hat ebenso wenig stattgefunden wie einen überforderten Ex-Geschäftsführer Frithjof Kraemer frühzeitig zu entbinden da dieser mit Luftnummern in den Geschäftsbüchern hantierte. Vor wenigen Monaten noch war der Verein Alemannia Aachen laut eigener Aussage solide aufgestellt durch die Stadion Umfinanzierung, man schwafelte das man ein bestelltes Feld hinterlassen würde zum Saisonende 2013, wenn der Aufsichtsrat Chef Meino Heyen und sein Geschäftsführer Frithjof Kraemer zurückziehen wollten. Was sie hinterlassen haben und werden ist eine total verbrannte Erde, wo nicht mal ein zartes Pflänzchen der Hoffnung zu gedeihen wagt.

 

Ich bin gespannt wie die Alemannia Verantwortlichen die Insolvenz heute um 11 Uhr erklären werden. Noch gespannter bin ich auf die nackten Zahlen die nun feststehen dürften. Und spannendesten bin ich auf die Ausreden der Führungsriege wie sie sich erklären werden das mal jahrelang / monatelang mit geschlossen Augen durch die Alemannia Geschäftsstelle gelaufen ist. Denn von einer Kontrollfunktion dieses Gremium kann ja wohl nun keiner mehr ernsthaft von ausgehen. Es werden viele Fragen heute gestellt werden, und es wird die npch größere Frage sein wie es mit einer insolventen Alemannia weitergehen wird und ob man die Herrschaften des Untergangs Habhaft werden kann.

Die Verantwortlichen sollen namentlich einstehen und gebrandmarkt werden in Aachen, die es geschafft haben einen Traditionsverein innerhalb von sieben Jahren auszulöschen! Angefangen mit dem Verantwortlichen Ex Oberbürgermeister und Ex Aufsichtrat Vorsitzenden Dr. Jürgen Linden, der noch heute meint das der Verein mit einer jährlichen Stadionbelastung von 6,5 Mio Euro problemlos auch ein Abstieg in die dritte Liga mehrere Jahre überleben kann bis hin zu Frithjof Kraemer und Meino Heyen die in einer seltenen Symbiose miteinander den Untergang vollendet haben. Danke Danke…..

2 Kommentare

    • Frank on 16. November 2012 at 09:49

    Danke. Danke. Schade. Schade.

    Schon schlimm das aus der Ferne zulesen… Was denkste, liegt das Übel (auch) an der Überlast vom neuen Tivoli?

    1. Das Übel liegt in erster Linie an die utopische Stadionfinanzierung von 6,5 Mio Euro pro Jahr, in zweiter Linie das der gesamte Aufsichtrat der Alemannia seine Kontrollfunktion gegenüber dem handelnden Geschäftsführer Frithjof Kreamer in keinsterweise nachgekommen ist.

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