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Okt 12 2012

Kartoffelkaefer

YPS ist wieder da

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Da ist es wieder, das Yps Heft. Nachdem es jahrelang verschwunden war, und im Jahr 2000 ein Comeback Versuch scheiterte, kommt es nun wieder mit einer neuen Zielgruppe. Die jungen „alten“ werden nun angesprochen in der Altersklasse 30-45 Jahren. Die älteren von uns fühlen sich wieder zurück erinnert an die Kindheit, genau mit diesem Ziel wurde nun ein neuer Versuch gewagt. In den 1970/1980er Jahren war es für uns damalige Kinder das „Highlight“ am Kiosk. Mickey Maus und Donald Duck kannte jeder, aber das Yps Heft setzte neue Maßstäbe. In jedem Heft war das sogenannte „Gimmick“ dabei, als einzige Zeitschrift seiner Zeit wo es etwas zu basteln, zum bestaunen und zum lernen drin war mit Hintergrundinformationen z. B. zu naturwissenschaftlichen Themen. Das hatte niemand anderes. Neben jede Menge Infos, die es als Kind zu entdecken gab, dürften auch die Comics nicht fehlen. Pif der Hund, Yps das Känguru mit den großen Füßen, Yinnie und Yan und andere „Helden“ die einem heute nicht mehr auf Anhieb einfallen. Doch war wirklich interessierte waren die Gimmicks im Heft. Ob der Agentenausweis, das Pulver für Fingerabdrücke, das Fernrohr das um die Ecke gucken konnte, die Rose von Jericho, der Solar-Zeppelin und das leuchtende Dinosaurierskelett. Man freute sich wie blöd wenn die Woche um war und das nächste Yps Heft im Kiosk lag. Ungeschlagen waren jedoch die Uhrzeitkrebse, die insgesamt 21x den Weg ins Yps Heft fanden. Nur wenige erfreuten sich an ihnen über ein paar Wochen hinweg. Entweder waren sie gestorben weil man sie schlicht vergessen hatte oder Mutti hat das Glas irgendwann „entsorgt“. Die Trauer verflog aber schnell, sie tauchten ja immer wieder auf so einmal im Jahr.

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Heute erscheint das Yps Heft größer, aber vielleicht liegt es auch daran das man damals als Kind das Heft einfach größer in Erinnerung hatte. Netter Effekt des Herstellers. Das neue Yps Heft schließt sich nahtlos an den Folgen an und trägt die Nummer 1258. Natürlich ist auch heute wieder ein Gimmick beigelegt, was konnte es auch anderes sein als die Uhrzeitkrebse. Diesmal ist das Futter direkt mit beilegt samt kleinen Löffel, und auch eine kleine Lupe damit man die kleinen Krebse auch sieht. Mit den guten Kinder Augen war das damals problemlos, aber mittlerweile muss man mit den „älteren“ Augen genauer gucken. So gesehen ein netter Gag der Redakteure eine Lupe beizulegen für die mittlerweile etwas älteren Semester unter uns. Der Inhalt hat sich natürlich auch stark gewandelt im Gegensatz zu früher. Die moderne Technik darf natürlich nicht fehlen, ebenso die etwas abgewandelten Themen der Naturwissenschaft. Die „alten“ Weggefährten wie das Yps Känguru fehlen ebenso wenig wie ein Rückblick auf die Yps Geschichte mit all ihren Anekdoten und erfolgreichsten Gimmicks. Yps war als Heft lange tot, aber die Fangemeinde blieb und organisierte sich bis hin zu Facebook. Wer Yps kennt wird nicht enttäuscht sein sich dieses neue Magazin geholt zu haben, auch wenn man komischerweise irgendwie seltsam angeguckt wurde. Da früher mehr die Jungs die Zielgruppe waren wurde mir bewusst als ich meins gekauft habe. Die Verkäuferin meinte „Yps Heft? Kenn ich nicht, ist das ein Computer Magazin“? Da musste ich mir ein Grinsen verkneifen. Das nächste Heft kommt erst im März 2013 auf dem Markt. Je nach Zuspruch wird man dann entscheiden vom Verlag in welchen Abständen das Yps Heft ausgeliefert wird. Oder ob es auch diese neue Chance nicht nutzen konnte und wieder still und leise verschwindet. Das Medien Echo war jedenfalls groß, und zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis war der Kaufzwang groß. Wer erinnert sich schließlich nicht gerne an seine eigene Kindheit?