Okt 02 2012

Auswärtssieg – Alemannia stößt den Bock um

Endlich hat es geklappt, ein fast wieder verloren geglaubtes Spiel wurde innerhalb von 4 Minuten gedreht zum Schluss. Unsere Alemannia holte nach zuletzt sieben sieglosen Spielen wieder drei Punkte, und das auch noch Auswärts beim heimstarken Aufsteiger Chemnitzer FC. Florian Müller und Denis Pozder waren die Torschützen in einer turbulenten Schlussphase. Diesmal waren am Ende die Chemnitzer „die dummen“, nachdem sie in der 79. Minute in Führung gegangen waren und danach zwei Blitztreffer kassierten. Für die Alemannia ist dieser Sieg, der erst unter Coach René van Eck, Balsam auf die geschundene Seele. Trotz guter Spieler unterlag man am Ende immer wieder dem Gegner da man leichtfertige Gegentreffer kassierte. Zuletzt kam im Heimspiel gegen Preußen Münster auch noch der Schiedsrichter aus dem Münsterland, so das durch einige „komische“ Entscheidungen das Spiel letztendlich 1:2 verloren wurde. Diesmal aber konnte man trotz Fehlentscheidungen des Unparteiischen die Partie gewinnen, und der große Druck im Kessel ist erst mal raus. Aber dieser Sieg zählt natürlich nur etwas wenn im kommenden Heimspiel gegen Darmstadt 98 die drei Punkte am Tivoli bleiben.

 

 

Erster Sieg im vierten Spiel – Coach René van Eck

René van Eck konnte wieder auf die zuletzt gesperrten Spieler Marcel Heller und Albert Streit zurückgreifen. Im Tor gab es den angekündigten Wechsel, nach diversen Patzern und fehlender Strafraumbeherrschung musste Tim Krumpen weichen, und so stand erstmals Michael Melka im Tor der schwarzgelben. Dass man die letzte Niederlage noch im Kopf hatte war den Spielern nicht anzumerken. Sie gaben gleich mächtig Gas uns zwangen Chemnitz zu Fehlern im Spielaufbau. Daraus konnte man aber kein Kapital schlagen, weder Oguzhan Kefkir noch Marcel Heller, die alleine vor dem Tor auftauchten, konnten den Ball ins Tor unterbringen. Auch Kapitän Albert Streit, Dreh- und Angelpunkt im Team, scheiterte mit einem Weitschuss nur knapp am Gehäuse. Alemannia ließ den Ostklub kaum zur Entfaltung kommen, und erarbeite sich mehr und mehr die Vorteile. Nach einer halben Stunde gelang es dem CFC sich etwas zu befreien, und es wäre fast gefährlich für unsere schwarzgelben gekommen. Bei einer Flanke in den Strafraum traf der Ball den Unterarm von Thomas Stehle, was natürlich Protest auslöste beim Gastgeber. Doch der Schiedsrichter entschied auf Eckball statt auf Elfmeter. In der Situation hatte unsere Alemannia Glück, denn das hätte durchaus ein berechtigter Elfmeter sein können. Timmy Thiele, nach seiner Verletzung direkt in die Startelf gerückt, scheiterte mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Die beste Chance hatte kurz vor der Halbzeit Mario Erb, als sein Kopfball gerade noch so von CFC Keeper Schmidt pariert wurde auf der Linie. Mit einem für Chemnitz schmeichelhaften 0:0 ging es in die Pause.

 

Zur zweiten Halbzeit musste neues Personal auf das Feld, Oguzhan Kefkir und Mario Erb blieben in der Kabine und wurden durch Denis Pozder und Florian Müller ersetzt. Der Chemnitzer FC machte nun mehr Druck als in der ersten Halbzeit und erspielte sich kleinere Chancen. Besonders le Beau war sehr ausfällig in seinen Aktionen, auch wenn er scheiterte. Auf der anderen Seite nutzte Albert Streit die Träumerei des CFC und führte einen Freistoß blitzschnell aus. Der angespielte Thomas Stehle tauchte alleine vor Gästekeeper Schmidt auf, scheiterte aber im 1-1 Duell mit dem Gästekeeper. Nach einem Freistoß segelte der Ball am langen Pfosten, wo erst Kai Schwertfeger in der Mitte verpasste, aber Thomas Stehle am langen Ende den Ball ins Tor beförderte. Doch sein Torjubellauf wurde abgewunken, eine vermeintliche Abseitsstellung sollte der Grund gewesen sein. Das dies eine Fehlentscheidung war passte zu den Dingen in den letzten Wochen. Immer noch erregt von dem nichtgegebenen Tor ließ die Konzentration anscheinend nach, und der CFC nutzte seine einzige Chance. Nach schönem Heber über die Abwehr tauchte le Beau alleine vor Michael Melka auf, begleitet von Marcel Heller der nicht energisch genug eingreifen konnte. Mit einem Schuss ins kurze Eck stand es knapp zehn Minuten vor Schluss 1:0 für den Chemnitzer FC. Alles wieder so wie es die Alemannia gewohnt war. Großes Kämpferherz, Chancen, optische Überlegenheit im Spiel. Aber am Ende jubelt der Gegner. Doch diesmal sollte alles anders kommen. Der CFC zog sich in Anbetracht der restlichen Spieldauer zurück, und Christian Weber holte aus schätzungsweise 30m den Hammer raus. Seit Schuss auf das Tor sollte eigentlich eine sichere Beute sein bei der Entfernung. Doch Gästekeeper Schmidt ließ den Ball nach vorne abprallen, so dass Florian Müller das Geschenk dankbar annahm und den Ball zum 1:1 ins Tor beförderte. Damit nicht genug zeigte sich Alemannia nun weiter bissig und wollte den Sieg. Ein Freistoß von Albert Streit fand den Kopf von Denis Pozder der den Ball wuchtig in die Maschen köpfte zum 1:2. Binnen vier Minuten hatte die Alemannia das Spiel gedreht und gab die Punkte auch nicht mehr her als Chemnitz alles nach vorne warf in den Schlussminuten. Am Ende stand ein hart erkämpfter Sieg, der nicht glücklich sondern gerecht war und für die vielen Nackenschläge in den vorausgegangen Spielen entschädigte. Man wusste ja schon fast nicht mehr wie sich ein Sieg anfühlte. Man musste nur in den Gesichtern schauen um zu erahnen welche Last von dem gesamten Alemannia Tross abgefallen war. Der Bock wurde umgestoßen….? Das muss erst das nächste Heimspiel gegen Darmstadt 98 zeigen, wenn Ex-Alemannia Coach Jürgen Seeberger an den Tivoli seine Visiten Karte abgibt. Aber erst einmal wird das Alemannia Herz wieder belohnt. So kann es bleiben!

 

Alemannia Aachen: Melka, Baumgärtel, Schwertfeger, Erb (46. Brauer), Stehle, Olajengbesi, Kefkir (46. Pozder), Streit, Heller, Weber, Thiele (65. Müller)

Tore:
1:0 le Beau (80.), 1:1 Müller (85.), 1:2 Pozder (89.)

Zuschauer: 4.800