«

»

Sep 27 2012

Kartoffelkaefer

Wenn der Schiri aus Münster kommt – Legt Alemannia Protest ein?

Also das war ja gestern Abend der Hammer, als in der WDR Lokalzeit die Meldung kam das der Schiedsrichter bei der Begegnung Alemannia – Preußen Münster (1:2) sein vermeintliches „Zuhause“ in Münster hat. Martin Thomsen arbeitet an der Uni Münster und hat dort auch studiert, so haben natürlich die fragwürdigen „Pfiffe und ausbleibende Pfiffe“ des Schiedsrichters einen bitteren Beigeschmack. Schon während des Spiels fragten sich viele Fans was denn da unten auf dem Platz abging als Münster´s Keeper Thomas Stehle im Strafraum wegboxte, und der vermeintliche Elfmeterpfiff ausblieb. Ebenso das bei einem Alemannia Eckball durch Kefkir die sich warmmachende Ersatzspieler in seiner unmittelbaren Nähe zum Sprung ansetzten als dieser den Eckstoß ausführte. Merkwürdig ebenfalls das in der Schlussphase der eingewechselte Borg wieder zurück musste da er ein kleines dünnes Armbändchen trug, und dieses entfernen musste. Die Schlüsselszene aber war das Stürmerfoul unmittelbar vor dem 1:2, als Florian Müller beim Ballabschirmen an der Torauslinie umgerempelt wurde und Schiedsrichter Thomsen das Spiel zur Überraschung aller weiterlaufen ließ. Dabei waren die Münsteraner mehr auf „Zack“ und verwerteten diese überraschende Chance zum Siegtreffer. Wenn man das, und die teils komische Regelauslegungen während des Spiels, zusammenfast ergibt das natürlich im Nachhinein betrachtet „Sinn“.

;

Nun will man aber dem Schiedsrichter Martin Thomson nicht direkt unterstellen das er absichtlich so gepfiffen hat, wie er nun mal gepfiffen hat. Er hat auch in der ersten Halbzeit einige Aktionen der Münsteraner „verpfiffen“ und auch bei Fouls im Aachener Strafraum die Pfeife nicht in dem Mund genommen. Aber vielleicht hat er erst, nachdem das Spiel auf Messers Schneide stand, unbewusst doch die Neutralität aufgegeben. Bemerkenswert ist das der Deutsche Fußball Bund (DFB) bereits gestern eigene Ermittlung einleitete, noch ehe Alemannia selbst und die Sportmedien davon Kenntnis hatten zur Neutralitätsvermutung des Schiedsrichters. Alemannia hat nun seit Spielende 48 Stunden Zeit Protest gegen die Spielwertung einzulegen, und das sollte sie nach meiner aller auch schleunigst tun. Denn zu verschenken hat man nichts in der augenblicklichen prekären Lage, alleine schon um des FairPlay Gedanken. Da der DFB von sich aus bereits Ermittlungen aufgenommen hat erhöht das natürlich die Chance das die Partie Wiederholt werden muss. Bemerkenswert das auch selbst einige Fans aus Preußen Münster dieses unterstützen und an dem FairPlay Gedanken erinnern. Denn wenn es einen selbst trifft findet man das schließlich auch nicht mehr „lustig“. Bei der Alemannia berät man zur Stunde ob man gegen die Spielwertung Protest einlegen will. Dazu hat man Zeit bis heute Abend 20:45 Uhr.

Update 19:42 Uhr
Unsere Alemannia hat entschieden das man keinen Einspruch einlegt beim DFB mangels Aussicht auf Erfolg. Wie gut das man es erst garnicht probiert und sich seinem Schicksal ergibt. Jeder andere Dorfverein hätte reagiert. So lachen sich die Preußen, der Münsteraner Schiedsrichter und der DFB tot über unseren Verein. Wenn ich eben noch höre wie Preußen Trainer Donchev sagt das Münster so stark war und verdient gewonnen hat, wünsche ich ihm mal einen ähnlichen Fall. An besten bei einem wichtigen Spiel das sie so verlieren wie wir, und der Schiedsrichter aus der Stadt des Gegners kommt. Mal sehen ob er das dann auch so gut findet. Ich werde ihn daran erinnern!
Zu unserer Alemannia finde ich keine Worte mehr, man läßt sich für dumm verkaufen und schüttelt noch die Hand. Der energische Hinweis an die DFB Schiedsrichter Kommission können sie sich auch schenken, die lachen doch wenn die den Wisch lesen! Statt ein Zeichen an die Fans zu senden das man sie ernst nimmt erachtet man es noch nichtmal für nötig sich den Fans zu stellen. DAS wäre zumindest mal ein Zeichen gewesen an den viel propagierten Zusammenhalt. Man sieht ja jetzt was die Worte Wert sind.