Aug 23 2012

Der Klömpchenklub lebt – Heyen und Kraemer gehen

Alemannia Präsident und Aufsichtsratvorsitzende Dr. Meino Heyen

Da wurden wohl heute alle Alemannia Fans überrascht. Die einen werden einen doppelten Luftsprung gemacht haben, die anderen werden die Entscheidung bedauern (zumindest teilweise). Dr. Meino Heyen, Präsident des TSV Alemannia Aachen e.V und Aufsichtsratvorsitzender der Alemannia Aachen GmbH sowie Frithjof Kraemer, Geschäftsführer der Alemannia Aachen GmbH und Alemannia Aachen Stadion GmbH werden ihre Ämter am Saisonende 2012/2013 zur Verfügung stellen. Diese Nachricht kam ziemlich überraschend, dennoch zeichnete sie sich irgendwie ab. Dr. Meino Heyen verknüpfte seine Person bei seiner Präsidentenwahl im März 2012 mit die von Frithjof Kraemer. Er machte sich stark für eine längerfristige Vertragsverlängerung mit dem Geschäftsführer, der bei Sponsoren und Fans schon lange teilweise ganz unten durch war. Trotz Gegenwind war Dr. Meino Heyen gewillt diese Personalentscheidung durchzusetzen und den auslaufenden Vertrag zum 31.12.2012 zu verlängern. Der Alemannia Verwaltungsrat, der nur eine Empfehlung ausprechen kann, stimmte gegen eine weitere Vertragsverlängerung mit dem Geschäftsführer. Zu viel war passiert, angefangen von der Stadionfinanzierung über die Bürgschaften der Stadt Aachen bis hin zur Umfinanzierung der Stadionfinanzen. Die Miesere der Finanzen wurde eng verbunden mit dem Namen Frithjof Kraemer. Auch zeigte dieser in der Öffentlichkeit Schwächen, man konnte schon das ein oder ander mal Mitleid mit ihm haben wie er sich (und die Alemannia) präsentierte. Aber dies sind nur die Wahrnehmungen die man als Fan sieht, seine interne Arbeit können nur die engsten Mitarbeiter und der Aufsichtsratsvorsitzende bewerten. Und dort war man voll des Lobes für den Geschäftsführer. Selbst im Aufsichtsrat war man uneins so das Horst Rambau, der gegen eine Verlängerung des Vertrages war, ebenfalls aus seinem Amt entfernt wurde. Da dem Alemannia Verwaltungsrat die „Beweise“ anscheinend nicht ausreichend genug waren, handelte der Aufsichtratsvorsitzende Dr. Meino Heyen alleine samt Gutachten. Das er jetzt von fehlenden Rückhalt in den Gremien spricht kann man so durchaus verstehen. Wenn die Gremien untereinander sich mit Mißtrauen begegnen dann ist es schlecht bestellt um eine „Hand-in-Hand Arbeit“. Das seit Wochen umherschwirrende Thema des Geschäftsführers war nun so weit gediehen das man nun diesen Entschluss fasste. Wahrscheinlich, so wurde es in diversen Medien kolpotiert, hat man eine Vereinbarung getroffen zwischen dem Verwaltungsrat und dem Aufsichtsrat. Beide stellen ihre Ämter am Saisonende zur Verfügung, Dr. Meino Heyen wird im kommenden Jahr nicht erneut Kandidieren bei der Mitgliederversammlung und seine Präsidentschaft und Aufsichtsratvorsitz niederlegen. Frithjof Kraemer hingegen wird seinen Vertrag, auf Wunsch des Aufsichtrates, um ein halbes Jahr verlängern um dann am Saisonende auszuscheiden. So soll die aktuell Saison geregelt zuende gebracht werden und die Nachfolger eingearbeitet werden können.

 

Alemannia Geschäftsführer Frithjof Kraemer

Dr. Meino Heyen wurde im Juni 2010 zum Aufsichtsratvorsitzenden der Alemannia Aachen GmbH gewählt und im März 2012 zum Präsidenten des TSV Alemannia Aachen e.V. gekürt.  Am 15. Januar 2007 wurde Frithjof Kraemer neuer Geschäftsführer bei der Alemannia und scheidet auf eigenen Wunsch zum Saisonende aus. Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden in wie weit die beiden Personalien mit zum Absturz der Alemannia beigetragen haben der nun in der Drittenliga endete. Dr. Meino Heyen hat dem Verein geholfen das die Stadionumfinanzierung mit der Stadt Aachen zu einem positiven Abschluss gebracht wurden, ebenso das Alemannia nach ihrem Abstieg überhaupt noch in der Drittenliga antreten konnte. Ob und wieviel Geld er persönlich aquiriert hat, und damit das Überleben der Alemannia gesichert hat, kann man nur spekulieren. Was und wieviel beide zur Alemannia beigetragen haben wird man wohl erst in Zukunft erfahren oder spätestens dann wenn die neuen Zahlen der GmbH offenliegen. Die Schwierigkeit wird jetzt sein geeignete Kandidaten zu finden die nicht nur Kompetent in ihrem jeweiligen Bereich sind sondern auch sich das „antun“. Die entscheidene Frage wird aber sein wann endlich mal wieder Ruhe einkehrt bei der Alemannia und die Klüngelei untereinander aufhört und man sich nur im Dienste des Vereins stellt. Nach dem Finanzdebakel in Sachen Stadionneubau, Umfinanzierung, Abstieg aus der 2. Liga und nun zwei Rücktritte an entscheidenen Stellen sollte spätestens im neuen Jahr wieder Ruhe im Verein einkehren. Denn der Klömpchenklub lugt immer wieder regelmäßig hervor. Man kann nur hoffen das die sportliche Seite nicht darunter leidet wenn andauerende Unruheherde immer wieder befeuert werden.

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