Jul 27 2012

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Erster Alemannia Torschütze – Timmy Thiele traf in Bielefeld zum 1:1

Alemannia ist angekommen in der dritten Liga. Das erste Spiel ist gespielt, und herausgekommen ist ein 1:1. Nun mag der eine oder andere Medienvertreter dieses schlecht reden, weil man ja unsere Alemannia über aller Maßen hinaus als absoluten Top Aufstiegsfavorit erkoren hat, aber die neu formierte Mannschaft hat gezeigt: Sie macht wieder Spaß! Denn dieser Spaß ist letzte Saison teilweise völlig abhanden gekommen, da waren Niederlagen genauso emotionslos hingenommen worden als wenn in China der berühmte Sack Reis umgefallen wäre. Sicherlich war in Bielefeld noch lange nicht alles Gold was glänzt, aber die Arminia war eben auch kein Fallobst das man mal so eben an Wand spielt und ohne Anstrengung mit drei locker eingefahrenen Punkten wieder heimfährt. Wenn man die mediale Schreiberlinge liest könnte man meinen sie warten gerade nur darauf das es bei uns wieder Pleiten, Pech und Pannen gibt. Der WDR Reporter ging mir 90 Minuten derart auf dem **** das ich geneigt war ganz auf den Kommentar zu verzichten. Ich hätte es auch selber kommentieren können, denn 150x zu hören wie rot und roter und noch mehr roter das Foul von „die Axt“ Thomas Stehle an seinen Gegenspieler Sebastian Hille war, leaäve Jott noch. Da sach ich nur Willkommen in der 3. Liga. Das die Bielefelder „wüten“ durften blieb natürlich unter dem Aspekt „normaler Zweikampf“. Sei´s drum, an derartigen Comments werden wir uns noch gewöhnen dürfen, genauso wie der Abwehrriegel den die Bielefelder aufzogen in der zweiten Halbzeit. Da sah man schon wie schwer sich unsere Mannen taten und das vorne ein „Brecher“ fehlt. Aber unsere schwarzgelben gaben nicht auf und irgendwann wurden sie auch belohnt. Das es ausgerechnet Timmy Thiele war freute mich besonders, denn der Junge war in der Vorbereitung der aufälligste und treffsicherste Akteur. Das zustandekommen des Ausgleichs war perfekt einstudiert, Albert Streit auf Marcel Heller, Timmy Thiele lief in Position, Ablage Marcel Heller auf Thiele, freie Bahn und Tor. So einfach wie im Training geübt sah das Tor dann auch so aus. Aber dennoch laufen noch nicht alle Rädchen flüssig in den Angriffsbemühungen. Oguzhan Kefkir hatte wirklich nicht seinen besten Tag, da hat er schon besseres abgeliefert. Auch Marcel Heller hatte so seine Probleme mal einen ordentlichen Ball in den Strafraum zu bringen. Die Außen wieder einmal, wo man doch dachte das Problem aus der letzten Saison wäre gelöst. Aber es war erst der erste Spieltag, Coach Ralf Aussem und sein Team werden schon die richtigen Schlüsse darauf ziehen. Aber unser Mittelfeld mit Leader Albert Streit, Sascha Rösler und Aimen Demai als Achse zeigte schon das dies unter Sahnestück sein wird. Fabian Baumgärtel war zwar mitbeteiligt an dem Gegentor, aber er soll sich nicht grähmen. Für sein erstes Spiel war es gut, und er ist hoffentlich jung genug die Erfahrungen richtig anzunehmen. Denn nun blickt man auf das erste Heimspiel.

 

Coach Ralf Aussem gibt den Weg vor

Am Samstag ist dann soweit, dann erfährt auch der Tivoli um 14 Uhr seine Heimpremiere in der dritten Liga. Dann stellt sich Wacker Burghausen vor und Alemannia  will die ersten drei Punkte einfahren. Burghausen musste sich am ersten Spieltag zuhause gegen Preussen Münster mit 0:2 geschlagen geben, was die Aufgabe für unsere schwarzgelben nicht einfacher macht. Die Euphorie rund um den Tivoli ist immer noch ganz oben angesiedelt, so das ein Sieg nur noch reine Formsache ist. Ob das wirklich so kommen wird werden wir sehen. Die Alemannen Obrigen rechnen mit 12.000 Zuschauer, aktuell sind etwas mehr als 8.500 Karten an die Fans gebracht. Schöner Nebeneffekt, Ligaweit setzte kein Verein soviele Dauerkarten ab wie unsere Alemannia. Über 7.000 Dauerkarten wanderten von der Theke in die Tasche der Fans. Das hätte man sich vor drei Monaten nicht einmal vorstellen können. Wermutstropfen bei der Heimpremiere sind die Ausfälle von Freddy Borg und Sascha Herröder. Aber dafür stehen die Ersatzspieler hufendscharrend hintendran und warten auf ihre Chance. So eine Chance könnte sich für Kristoffer Andersen als nützlich erweisen, denn bei seiner Einwechslung zeigt er auf dem Flügel ein recht gutes Spiel. Auch im Tor ist die Nummer 1 noch nicht entschieden. Fast Kampflos kam Tim Krumpen die „Nummer 1“ und steht nun im Tor. Aber Coach Ralf Aussem will die Entscheidung noch vertagen, bis Michael Melka wieder fit ist und seine Künste zeigen kann. Für Tim Krumpen bedeutet dies natürlich einen Vorteil, wenn er stark hält wird man an ihm nicht vorbeikommen. In Bielefeld machte er seine Sache sehr gut, ein kleines Plus für ihn. Was erwartet uns aber gegen Wacker Burghausen? Das sie ihr Heil in der Offensive suchen bestimmt nicht. Also wird man sich auf ein Daueranrennen der Alemannia einstellen und versuchen durch Konter zum Erfolg zu kommen. Wie in Bielefeld hat Alemannia aber gezeigt das man einen ziemlich langen Atem hat. Während die anderen Abbauen zum Spielende hin ist man in der Lage nochmal eine Schippe draufzulegen. Die harte Vorbereitungszeit zeigt schon ihre erste Wirkung das man sich nicht scheuen muss eben lange genug abzuwarten bis der Gegner den entscheidenen Fehler macht. Wichtig wird auch sein das die Fans wieder wie ein Mann hinter der Mannschaft stehen, und nicht gleich beim ersten Fehler pfeifen. Genauso werden wir auch mal Niederlagen hinnehmen müssen ohne das direkt wieder alles in Frage gestellt wird. Ich vertraue da auf Ralf Aussem und Uwe Scherr. Beide haben wieder der Alemannia leben eingehaucht und die Zuversicht gestreut das es trotz Abstiegs nicht ganz so schlecht um uns bestellt ist. Das Wort Wiederaufstieg nehmen sie zwar noch nicht im Mund, aber im Grunde wissen es die beiden und die Mannschaft sowieo. Ich freu mich auf morgen, auf die Alemannia die wieder Spaß macht!