Mai 16 2012

Tage der Entscheidungen – Alemannia plant

Ja was haben wir uns am Montag schwarz geärgert, als Jahn Regensburg in Karlsruhe den Aufstieg in die zweite Bundesliga feierte. Oder haben wir uns gleichzeitig gefreut dass es den KSC auch getroffen hat und man sich nun wiedersieht in der dritten Liga? Was wäre gewesen wenn wir in der Relegation gegen Regensburg gespielt hätten? Naja, wir werden es nie rausfinden und so bleibt uns das nachträgliche Absteigen nach Ende der Saison erspart. Man hat es schließlich fast verdaut und der geneigte Öcher Fan schaut optmistisch wie pessimistisch nach vorne. Während die einen von der direkten Rückkehr in die zweite Liga träumen, sind die anderen nicht mutlos ihren mahnenden Zeigefinger zu erheben das es nicht doch noch zum großen Knall kommt wenn die Lizenz verweigert wird oder man sowieso in die Insolvenz entgleitet. Unser Alemannen Obrigen sprechen lapidar davon das man sich die dritte Liga länger jährig vorstellen kann, während die Stadtkämmerer von maximal 3 Jahren ausgehen. Da macht unser Oberbürgermeister Marcel Philip doch noch den kompetentesten Eindruck wenn er sagt „Die Lage ist zwar ernst aber nicht so ernst das man alles in Frage stellen muss“. Ein offizielles Saisonziel kann man ohne Kader ohnehin schwer ausgeben, das will man dann tun wenn die Mannschaft feststeht. Na denn.

 

Meino Heyen - Alemannia Aufsichtsrat Chef

Früher als gedacht wurde am Sonntag Uwe Scherr als neuer Alemannia Sportdirektor vorgestellt. Er hatte den besten Eindruck hinterlassen und entgegen der vorherigen Aussage, man sondiert die anderen Kandidaten noch, wurde schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Als Sportdirektor hat er zwar keine Erfahrung, aber dafür umso mehr in Sachen Nachwuchsförderung und Vernetztheit zu den Profi- und Jugendabteilungen in der gesamten Republik. Bei Schalke leitete er bis zum Schluss das Nachwuchsleistungszentrum und konnte einige Talente in die Profimannschaft von Schalke 04 befördern. Seine Aufgaben werden nun sein die Strukturen in der Lizenzspielerabteilung und dem Nachwuchsleistungszentrum neu aufzubauen. Mit markigen Sprüchen „Ich werde ab sofort Tag und Nacht arbeiten“ und „Alemannia hat viel Potenzial das geweckt werden muss“stellte er sich der Presse am Tivoli vor. Bemerkenswert das man nur noch vom Sportdirektor redet und nicht, wie bei Erik Meijer, vom Geschäftsführer Sport. Es scheint also so zu sein das er unter dem kaufmännischen Geschäftsführer Kraemer arbeitet.

 

Aimen Demai: "Nach dem Abstieg hat sich der Klub vom ersten Tag an unheimlich um mich bemüht. Das hat mir sehr imponiert“

Gerade erst angekommen gab es schon viel zu besprechen mit seinem neuen Trainer Ralf Aussem. Denn die dringlichste Aufgabe ist es eine neue Mannschaft aufzubauen, die in der dritten Liga mindestens konkurrenzfähig ist und vielleicht die Möglichkeit bietet vorne mitzuspielen. So sollen 10 Spieler am Tivoli gehalten werden aus dem alten Stamm (Thomas Stehle, Albert Streit, Aimen Demai, David Odonkor, Seyi Olajengbesi, Manuel Junglas, Mario Erb, Kevin Maek, Sascha Marquet und Tim Krumpen). Mit den bekannten Abgängen Timo Achenbach und Tobias Feisthammel gesellen sich drei weitere dazu, die einem weiterem Verbleib am Tivoli eine Absage erteilten. Kevin Kratz (Eintracht Braunschweig), Alper Uludag (Türkei) und Marco Stiepermann (Borussia Dortmund II) werden sich neue Herausforderungen suchen. Sicherlich keine Spieler denen man eine ganz große Träne nachweint. Dafür machte einer, der eigentlich schon lange im Abseits stand bei der Alemannia, den ersten Schritt. Aimen Demai verlängerte als erster seinen Vertrag um 3 Jahre bis 2015. Und gleich für die Ligen 1, 2 und 3. Daraus könnte man interpretieren das man spätestens in drei Jahren wieder in der Bundesliga ist ;-). Bemerkenswert allerdings das es der erste Spieler ist der einen Vertrag für gleich mehrere Ligen unterschreibt. Allerdings hört man von dem Spieler Albert Streit, der schon vor dem Entscheidungsspiel bei 1860 München bekannt gab das er sich ein weiteres Engagement vorstellen kann, nichts mehr. Uwe Scherr hat bereits mehrere Spieler im Auge die er gerne nach Aachen lotsen möchte, aber diese Spieler müssen charakterlich zu Aachen passen und für den Verein alles andere Unterordnen. Der erste Spieler der im Fokus gerückt ist kommt von Regionalligist Rot Weiß Essen. Timo Brauer, 21 Jahre, Mittelfeldspieler, wurde von unserem Coach Ralf Aussem entdeckt und gefördert in seiner Tätigkeit als Trainer bei RWE. Dort hob er ihn von der U23 in den Regionalliga Kader und möchte nun seine Ausbildung vollenden in Aachen. Die Zeichen auf seinem Wechsel zum Tivoli stehen nicht schlecht, Details sind noch zu klären. Als Fan ist man ungeduldig und es geht alles viel zu langsam oder?
 
 
Tschüß, adie da und tot ziens sagen wir zu:
 
 

Marco Stiepermann wechselt zu Energie Cottbus


 

Kein Kratz wechselt zu Eintracht Braunschweig

2 Kommentare

  1. Hey Dirk, Jahn Regensburg feierte am Montag und nicht am Sonntag 😉

    1. Danke Fritz 🙂 Das ist aber auch ein Durcheinander mit den Religationsspielen gg

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