Apr 20 2012

Alemannia – Die Woche der Wahrheit beginnt

 

Nach der Niederlage in Duisburg war die „Gemeinsam zum Klassenerhalt“ Euphorie wieder eingedämmt. Trotz eines guten Spiels unterlag man 0:2 und konnte wiederum von den Fehltritten der Konkurrenz nicht selbst profitieren. Man war sogar darauf angewiesen das der FC Ingolstadt gegen den Karlsruher SC punktet, denn alles andere hätte schon das vorzeitige Aus um Platz 16 gebracht. Noch nie waren wohl so viele Öcher am Sonntagnachmittag mit ihrem Smartphone zu Gange, mit bangenden Blicken auf den Liveticker. Erleichterung, als Ingolstadt kurz vor Schluss noch das 2:1 machte. Schon war man wieder im „Ziel Klassenerhalt“ Geschäft.
Schade war´s in Duisburg, trotz einer relativen guten Vorstellung gelang kein Sieg, geschweige denn ein Pünktchen mitzunehmen. Dabei hatte alleine David Odonkor die Entscheidung zweimal auf dem Fuß als er alleine vor dem Keeper stand. Und wieder bewahrheitete sich die alte Fußballweisheit, wenn man vorne die Chancen nicht reinmacht dann schepperts hinten. Und das tat es dann auch, zweimal nicht aufgepasst und schon war der Kuchen gegessen in Sachen Auswärtssieg. Die mehr als 2.500 mitgereisten Alemannia Fans siegten zumindest im stimmlichen Vergleich gegen die Zebras. Zum Glück patzten die Mitbewerber um den Abstieg ebenfalls so dass nun eigentlich erstmal nichts passiert ist. Die Woche der Wahrheit beginnt aber nun ab Montag gegen den Aufstiegsanwärter, und nur eine Fußspitze von der Bundesliga entfernt, Eintracht Frankfurt. Nachdem die SpVgg Greuther Fürth bereits den Aufstiegsschritt vollzogen hat (ich kann es nur schwer ertragen das Fürth jetzt ein Erstligist ist) wollen es die Hessen ihnen gleichtun.
 
Beide Mannschaften haben also im Montagabendspiel viel zu gewinnen und viel zu verlieren. Dies könnte ein interessantes Spiel werden wo unsere schwarzgelben mit einem Sieg einen wichtigen Grundstein legen könnten. Vorausgesetzt die Konkurrenz aus Rostock und Karlsruhe patzt, winkt sogar Platz 16. Mit über 25.000 Zuschauern wird gerechnet, die den heimischen Tivoli wieder wie eine Wand hinter der Mannschaft stehen lassen. Es geht nun um alles. Da man am kommenden Sonntag im direkten Duell auf den Karlsruher SC zu ebenfalls wieder zu Hause trifft, wird dies das finale „Endspiel“ sein um einen möglichen Relegationsplatz. Zwei Heimspiele klingen nach Vorteil, aber nur dann wenn die anderen eben weiter patzen. Wenn es ganz „dumm“ läuft könnte sogar noch Platz 15 winken, aber da müssten die Vereine um Energie Cottbus und Erzgebirge Aue schon mitziehen und nahezu die letzten drei Spiele allesamt verlieren. Konzentration sollte also erstmal Platz 16 haben, um den Klassennachweis der zweiten Liga noch in einem Relegationsspiel zu bestätigen. Es wird voll werden am Montagabend auf dem Tivoli, wenn die Eintracht als Gradmesser vor die Tür steht. Mit einer weiteren Ticketaktion mobilisiert die Alemannia alle Fans ins Stadion zu kommen. Bei Tickets für 10 Euro im Sitzbereich, und 5 Euro im Stehbereich lässt ein Livespiel attraktiv machen als vor der heimischen Coach und mit Sport1 Gedudel.
 
Die Woche der Wahrheit beginnt, zwei Spiele zuhause gegen Frankfurt und Karlsruhe. Das könnte am Ende dafür reichen das man nächstes vielleicht doch noch Zweitligafussball sieht auf unserem Tivoli. Die Chancen sind zwar gering, aber solange rechnerisch nichts entschieden ist besteht die letzte Hoffnung darauf das nochmal alles gut wird. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge, auch wenn es in einem Tal der Tränen enden könnte. Aber ein gutes hat die Woche der Wahrheit. Am Sonntagnachmittag, nach dem Spiel gegen den Karlsruher SC sind die Würfel und die Rechenschieber wahrscheinlich gefallen. Dann weiß man definitiv ob es noch ein Happy End mit Verlängerung in der Relegation gibt, oder der Weg in die 3. Bundesliga definitiv feststeht. Es ist ja auch kaum mehr auszuhalten Woche für Woche die Tabelle und Spielpaarungen auszuknobeln das es am Ende für die Alemannia noch gerade so passt. Aber der Fußball ist verrückt genug um nicht doch noch ein Herzschlagfinale aufzusetzen. Ich bin jedenfalls froh wenn die Saison vorbei ist, egal wie sie für unsere Alemannia ausgeht. Das läßt das Herz und die grauen Haare langsam nicht mehr zu.
 
Zu guter letzt gibt es noch einen Abschied. Unser dienstältester Spieler Mirko Casper wechselt kommende Saison zu Bayer Leverkusen II. Dort soll er seine Erfahrung einbringen und kann bei Bayer sogar seinen Trainerschein machen. 7 Jahre lange schnürte er die Stiefel für unsere schwarzgelben, war immer da wenn man dachte er wäre wieder weg. Auf ihn war Verlass und menschlich ein Spieler der mit ganzen Herzen an die Alemannia hing. Doch unter Peter Hyballa und Friedhelm Funkel verschwand er in der Versenkung, man plante nicht mehr mit ihm. Erst als die Abwehrspieler knapp wurden war er wieder im Geschäft ehe ihm eine Verletzung wieder zurückwarf. Da man lange Zeit nicht mehr mit plante, und sein auslaufender Vertrag kein Thema war, kann man den Schritt von Mirko verstehen. Mach es gut Mirko und Danke das du so lange ein schwarzgelber warst!

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