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Apr 01 2012

Kartoffelkaefer

Alemannia und die letzte Haltestation – Ausstieg für Funkel

Mein Eindruck ist, dass einige Leute im und um den Verein das Thema Klassenerhalt schon abgehakt haben. Diese Stimmung müssen wir schnellstens verändern! (Geschäftsführer Sport Erik Meijer)

 

Nach fünf Niederlagen in Serie gab es Handlungsbedarf. Wir wollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Klassenerhalt zu schaffen“ (Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Meino Heyen)

Direkt nach der 0:1 Niederlage am Freitag gegen Dynamo Dresden tagte der Alemannia Aufsichtsrat. Was kann man noch tun? Alemannia Geschäftsführer Erik Meijer hatte schon bei Sport1 die Qualität des Trainers in Frage gestellt. 8 sieglose Spiele, noch 6 verbleibende Spiele bis zum Saisonende, Abrutsch auf Platz 17, nachdem die Konkurrenz aus Karlsuhe und Rostock ihre Spiele gewannen. Das Tabellenende ist nun greifbar nah, der angestebte Platz 16 entfernt sich. Während Friedhelm Funkel seinen „Helden“ für Sonntag freigab und den Trainingsplan für die kommende Woche aushing, rumorte es in der Führungsetage in den Köpfen. Am Samstag sollte noch keine Entscheidung fallen, dafür aber am Sonntag. Die Tendenz war klar, der Trainer musste gehen. Bereits am Samstag Morgen, als die Mannschaft im Paulinen Wäldchen auslaufen ging, verabschiedete sich Co-Trainer John bereits und wünschte viel Glück. Während Friedhelm Funkel „out of Aachen“ unterwegs war, manifestigte sich der Gedanke die Saison mit U23 Trainer Ralf Aussem zuende zu führen. Am Sonntag um 14 Uhr wurde dann die offizielle Entscheidung bekanntgegeben und Ralf Aussem zum Nachfolger des beurlaubten Friedhelm Funkel bestimmt. Alemannia nutzt die letzte Haltestation um den totalen Absturz zu verhindern. Am 19. September 2011 übernahm Friedhelm Funkel die Alemannia und holte in 20 Spielen nur ganze 17 Punkte. Zuwenig an Punkte und zuwenig an Fortschritt in der Entwicklung der Mannschaft bleibt unter dem Strich haften, in seiner Tätigkeit am Tivoli. Friedhelm Funkel wurde nun innerhalb einer Saison zweimal vor die Tür gesetzt, erst vom VfL Bochum und nun von Alemannia Aachen.

 

Nach 5 Niederlagen in Folge kam das Aus für Friedhelm Funkel

Friedhelm Funkel reagierte enttäuscht auf die Art und Weise seiner Beurlaubung. Per Telefon informierte Geschäftsführer Sport Erik Meijer ihn von dem Ergebnis der langen Beratungen. Das die Entscheidung so aussfiel überraschte ihn nicht, dennoch hätte er die Saison gerne zuende gebracht. Alemannia Aufsichtsrat Chef Meino Heyen dagegen erklärte das man noch etwas tun musste um den Abstieg in die 3. Bundesliga zu verhindern. Man konnte nicht mehr tatenlos zusehen wie sich die Mannschaft Woche um Woche verschlechterte und jede Hoffnung auf Besserung schwand. Mit Ralf Aussem beförderte man den erfolgreichen Trainer der U23 (Platz 3 in der NRW-Liga) zum Chef für die letzten 6 oder 8 Spiele. Er kennt den Verein und die Spieler und weiß wie die Alemannia tickt. Ein neuer Chef Coach wäre auf die Schnelle auch nicht zu haben gewesen, vor allem keinem der die Alemannia kennt und sich erst zurechtfinden muss. Diese Zeit hat man bei der Alemannia nicht mehr, schnelle Lösungen müssen nun her. Ralf Aussem, der bereits nach der Beurlaubung von Peter Hyballa die Mannschaft in der Hinserie beim Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth betreute, sagt selber das er kein Zauberer ist. Am Montag um 10 Uhr wird er das Training leiten und die Mannschaft auf die schwere Aufgabe gegen den FC Ingolstadt vorbereiten. Ab jetzt zählen nur noch Siege wenn das Unmögliche noch Möglich gemacht werden soll. Und eine Botschaft hatte er für seine zukünftige Schützlinge auch schon parat:“Ab jetzt zählt nur noch Alemannia, wer sich dem nicht unterordnet hat im Team nichts mehr zu suchen„. Damit zieht man nun das allerletzte Register was man noch hat. Aber tatenlos in den Abgrund taumeln, das hätte man den Fans und Sponsoren nicht mehr vermitteln können.