Mrz 29 2012

Alemannia – Niemalsdritteliga oder Abschiedstournee?

Gemeinsam zum Klassenerhalt

Quelle: www.alemannia-aachen.de

Nach der neuerlichen Niederlage beim FSV Frankfurt mit 2:1 hinkt man nun dem rettenden Ufer des Abstiegs bereits mit 6 Punkten hinterher. Wieder einmal konnte man den vollmundigen Versprechungen „es ist allen der Ernst der Lage bewußt“ keine Taten folgen lassen. Nun werden die Spiele immer weniger, und unbarmherzig zeigt die Tabelle auf wohin die Reise möglicherweise geht. Sie zeigt steil Richtung 3. Bundesliga. Während Alemannia weiterhin schön patzt nutzt die Konkurrenz die Chance uns setzt sich ab durch Siege. Glück für unsere schwarzgelben das zumindest noch zwei Mannschaften schlechter sind, Hansa Rostock und Karlsruher SC. So versteift man sich angesichts des 6 Punkte Rückstandes auf dem Relegationsabstiegsplatz 16. Das ist nun das erklärte Hauptziel, durch zwei zusätzliche Spiele gegen den Tabellendritten der 3. Bundesliga quasi durch die Hintertür die Zweitligaklasse zu halten. Angesichts der teilweisen desolaten Vorstellungen und mangelnde Chancenverwertung ein ziemlich gewagtes Unterfangen die Hoffnung darauf zu setzen gegen einen hochmotivierten Aufstiegskandidaten aus der 3. Bundesliga zu bestehen.

 

Alemannia hat es zwar nicht mehr selbst in der Hand, aber irgendwie doch. Die restlichen Spiele müssen nun fast alle gewonnen werden, vor allem gegen die unteren Mannschaften FC Ingolstadt, MSV Duisburg, Karlsruher SC und vielleicht noch VfL Bochum. Den Anfang muss man aber morgen Abend gegen Dynamo Dresden starten, alleine um endlich wieder Selbstvertrauen zu bekommen das man es doch noch „kann“. Da auch der Zuschauerzuspruch ein nicht unterschätzender Faktor der Motivation sein kann, hat die Alemannia nun Aktionen gestartet damit der Tivoli so voll wie möglich wird. Gegen Dynamo Dresden gibt es nun die Aktion 5000 Tageskarten zum Stückpreis von 10 Euro. Leider nehmen die, ich nenn sie mal Gelegenheitsfans, diese Aktion kaum an. Bis heute wurden erst knapp über 1.000 Karten abgesetzt. Insgesamt wurden 13.400 Tickets abgesetzt und die Hoffnung ruht nun still auf die Spontanentscheider am Freitagabend. Man versucht nun alle Register zu ziehen, denn alle müssen nun an einem Strang ziehen. Man kann nur hoffen dass es nicht der eigene Strang am Halse ist.

 

Nach dem Spiel beim FSV Frankfurt gab es eine Fanaussprache im Tivoli Klömpschensklub, wo auch die Profis zugegen waren und Erklärungsversuche plus Lösungsansätze kundtaten. Im Wesentlichen erfuhr man aber nichts neues, nichts was man nicht schon seit Wochen zu hören bekommt. Durchhalteparolen verpackt in dem Mantel des Glaubens das am Ende doch alles noch gut wird. Wer nimmt ihnen das noch ab? Einzig und allein zählt das was auf dem grünen Rasen in 90 Minuten passiert. Und da sind sich alle einig, da muss noch eine ganze Menge mehr passieren. Um das zu fördern und um den Spielern eine andere Perspektive aufzuzeigen verschwand man Mitte der Woche zu einem zweitägigen Trainingslager in der Nähe von Genk (Belgien). Dort soll nun all das nachgeholt werden was zuvor in den 26 Spielen kaum funktioniert hat. Zumindest ist Coach Friedhelm Funkel sicher das diese Maßnahme etwas bringt, denn laut seiner eigenen Aussage war dies in seiner Karriere immer förderlich. Nun denn, dann kann uns ja fast nichts mehr passieren.

 

Für mich persönlich stand schon nach dem verloren Spiel gegen Union Berlin fest, „das war´s“. Bestärkt wurde das Ganze dann letzte Woche mit der Niederlage gegen den FSV Frankfurt und das davon galoppieren der Konkurrenz. Nun bin auch ich im tiefsten meines Herzens ein schwarzgelber der doch noch irgendwie glaubt das man es tatsächlich noch schaffen kann. Wenn man nur mal wieder einen Sieg sehen würde, und eine spielerische Mannschaft die ihr Spiel dem Gegner aufdrückt. Ebenso die Nervenstärke die man im Abstiegskampf braucht, vom Einsatz und Grätschen ganz zu schweigen. Wenn unsere Kicker das wieder zeigen, dann bin ich mir sicher werden die Fans wie eine Wand hinter ihnen stehen. Aber Luftblasen ala „alles wird gut“ ist zu wenig um die Fans zu überzeugen. Gedanklich befasse ich mich schon mit Spielen gegen Saarbrücken, Heidenheim, Wehen Wiesbaden. Auch wenn mir das nicht gefällt, andersrum trifft man dort auf Mannschaften wie Arminia Bielefeld, RW Oberhausen, Kickers Offenbach, Darmstadt 98 und Preussen Münster. Aber freut man sich darauf wirklich? Falls man absteigen sollte wird eine schnelle Rückkehr in die 2. Liga sehr schwer werden, und nochmals 10 Jahre warten bis man wieder unter den Profis ist? Das würde der Verein finanziell ohnehin nicht überleben. Die Gefühle sind gespalten wie es weitergeht mit unserer Alemannia, schafft sie es doch noch oder erleben wir in den letzten 7 Spielen eine Abschiedstournee? Dieses kann nur die Mannschaft beantworten, und am Freitag 18:00 Uhr gegen Dynamo Dresden geht es los. #Niemalsdritteliga!!