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Mrz 11 2012

Kartoffelkaefer

So macht Geocaching keinen Spass!

Der Cache Name auf der Dose passte nicht zu dem Cache Namen

Der ein oder andere Geocacher wird es bestimmt schon erlebt haben. Ein neuer Cache geht Online, und wenn dieser sich unweit der eigenen Homekoordinaten befindet versucht man diesen anzugehen. Wenn man Glück hat und schnell unterwegs ist macht sogar den FTF (First to Find). Wenn man aber irgendwann später diesen macht ist er genauso gut, wenn man nicht gerade zu den FTF Enthusiasten gehört. Vor Ort angekommen erlebt man leider manchmal eine herbe Enttäuschung. Statt einer Filmdose und einen vernünftigen Logbuch findet man Müll! Schaut man sich das Listing an, und das Profil des Owners (Besitzers) sieht man auch warum. Gerade mal 5 Geocaches selbst gefunden und schon 7 Geocaches ausgelegt von denen bereits 6 disabled sind. Auf Hinweisen antwortet der „Owner“ erst garnicht, es kümmert ihn auch nicht wenn seine Geocaches mit Hinweisen anderer geloggt werden. Dazu kommen noch irrwitzige Terrain Wertungen, wo man den Cache doch meist schon aus dem Auto heraus greifen kann. Bei den heute drei angegangen Geocaches war es genauso, aber ich wusste durch meine Geocacher Kollegen schon was mich erwarten würde. Eigentlich beachte ich diese Art Caches garnicht mehr, aber da wir gerade daran vorbeispazierten schauten wir dennoch nach. Schon der erste Cache ließ uns das schlimmste erahnen. Die gefundene Dose, die neben einer Leitplanke im Boden gerammt war an einer Hauptstrasse, zeugte nicht von einer tollen Location. Auf dem Deckel der Filmdose stand ein WP2 (Waypoint 2), das eigentlich eher auf einen Multicache hin schließen läßt. Auf dem Dosenrand selbst klebte ein Name der mit dem eigentlichen Cache Namen aber überhaupt nichts zu tun hatte. Da frage ich mich doch was das soll! Haben wir überhaupt den richtigen Cache gefunden? Natürlich hatten wir das! Statt eines Logbuches fanden wir nur ein zerknülltes Papierschnipsel. Schon da hatte ich die unbändige Lust die Dose wegzuschmeissen!

 

Das hat nichts mehr mit Geocaching zu tun, das ist einfach nur Müll!

Nach 180 Metern sollten wir auf einen weiteren Cache des selbigen Owners treffen. Schön platziert an einer vielbefahrenen Kreuzung war auch dieser schnell zu finden. Auch hier versprach das Cache Listing mehr als die Dose bzw. Magnesiumröllchen halten sollte. Ebenfalls in einem Leitplankenfuss eingerammt puhlten wir das Magnesiumröhrchen aus dem Boden. Ein Stück Müll? Weniger erfahrene Geocacher hätten es wohl erst garnicht beachtet. Wenn die Straßenmeisterei hier demnächst saubermacht wird sie dieses Röhrchen wohl eh entsorgen. Auch in diesem tollem Cache steckte ein zerknülltes Papierfragment wo man sich eintragen konnte. Da frage ich mich echt was sich die Leute denken die so einen Cache auslegen. Man kann da fast Absicht unterstellen, aber solange es Geocacher gibt, und da muss ich mich leider mit einschließen, die diesen Cache auch noch loggen, hat der Owner seinen Spaß gehabt. Dieser hat übrigens laut eigener Statistik das letzte mal Ende 2010 selbst gecached. Da kann man nur den Tipp geben das er sich noch ein paar andere Geocaches vorher angeguckt hätte als seine 5, ehe er selber Caches auslegt und meint damit der Welt noch einen Gefallen getan zu haben.

 

Filmdose, Logbuch, Bezeichnung. So sieht ein Geocache aus.

Jeder Geocacher fängt mal klein an, aber selbst als ich 5 Geocaches gefunden hatte zu Anfang wäre ich nicht auf die Idee gekommen schon einen eigenen auszulegen. Die Community regt sich über derartige Caches auch zur Genüge auf, und fordert schon seit langem das man erst einen Geocache selbst auslegen darf wenn man mindestens 100 Funde aufzuweisen hat. Da es aber bei den Geocaching Richtlinien keinen solchen Passus gibt muss man immer wieder auf solche Art von Caches gefasst sein. Die Geocache Reviewer könnten aber auch ihren Teil dazu beitragen das diese Art von „Müllcaches“ eingedämmt wird. Aber wie es immer so ist, auch ein Geocache Neuling kann einen schönen liebevoll gestalten Cache auslegen ohne selbst 100 Funde sein eigen zu nennen. Aber diese Leute machen sich wenigensten einen Kopf und investieren Zeit um den Cache anderen schmackhaft zu machen. Den anderen kann man wirklich nur wärmstens am Herz legen die Geocaching Richtlinien zu lesen und danach zu handeln. Aber man muss auch damit rechnen das Lernressitente Geocacher gibt die sich einfach daran nicht halten bzw. sich nicht ma die Mühe machen das zu lesen oder jemanden anderen um Rat fragen bzw. auf Hinweise der Logger zu reagieren. Trotzdem macht so Geocaching immer weniger Spaß wenn man auf derartige Müll-Caches trifft. Zumindest verhält es sich bei den Traditionellen Caches so, die anderen scheinen dann doch zu schwer zu sein. Gott sei Dank!

3 Kommentare

  1. Anonym

    Soweit ich weiß legen die Richtlinien für das Auslegen eines Caches mindestens 20 und nicht 100 Funde vor. Ich selber habe jetzt 70 und ich habe erst jetzt meinen ersten ausgelegt!

  2. Anonym

    Ich mache es etwas „professioneller“: Dose entsorgen und SBA-Log mit ausführlicher Begründung und Fotos.

  3. Anonym

    Ich verfahre damit wie folgt …. Muggeln !!!!!!!! Problem gelöst …. Ja nicht ehrenhaft aber was soll es …..

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