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Mrz 10 2012

Kartoffelkaefer

Fanbörse im Werner-Fuchs-Haus / Neues im Alemannia Museum

Der Tivoli Schreck - Rolf Pawellek

Hätte der „Fritz“ mich nicht über Facebook daran erinnert, ich hätte es wohl „vergessen“. Die dritte Fanbörse im „Werner-Fuchs-Haus“ (Alemannia Fan IG Haus) stand an. Eine Fußball-Sammler und Tauschbörse wo das Alemannia Fan Herz höher schlägt. Um meine Pin-Sammlung zu erweitern hoffte ich ein paar entsprechende Pins finden zu können. Für den Fan sollte sich eine wahre Fundgrube auftun, unmengen an alten Spieler Bilder, Fanschals, Trikots und diverse andere Kostbarkeiten aus längst fernen Tagen lagen auf den Tischen bereit. Beim Durchstöbern kam man so mit dem einen und anderen ins Gespräch. Nachdem ich vier Pins erworben hatte, lag mein Augenmerk auf einen Austeller der jede menge Spielerkarten in akribischer Arbeit selbst hergestellt und entworfen hat. Von den 60er Jahren bis zu den aktuellen Jahren lagen die Karten sortiert in mehreren Boxen aus. Zufällig bemerkte ich eine Alemannia Legende, Karl-Heinz „Heiner“ Sell unterschrieb am Nebentisch fleissig Autogrammkarten. Da musste ich natürlich mir eine organisieren, und zu meiner Schande gestehen das ich zuerst nicht wusste wer er war. Aber „Heiner“ nahm es mir nicht krumm,

Heiner Sell - 1965 - 1972 Alemannia Stürmer

denn als er seine Karriere beendete war ich gerade mal 1 Jahr alt ;-). Er war auch eher zufällig da denn er besuchte unweit den Flohmarkt. Als er hörte das sein alter Kumpel Pawellek im Fanhaus sein würde, da wollte er auch vorbeischauen. Kurze Zeit später traf dieser auch ein, Rolf Pawellek (der Tivoli Schreck) war der angekündigte Ehrengast. Auch er unterschrieb fleissig und geduldig Autogrammkarten und hat auch heute noch einen flotten Spruch auf den Lippen. „Zweimal in meiner Karriere bin ich vom Platz geflogen, am Freitag in Fürth wäre ich auch geflogen“. So umschrieb er wohl den aktuellen Zustand unserer Alemannia, von denen er mehr Einsatz verlangte. Rolf Pawellek kann sich auch nicht vorstellen das Alemannia tatsächlich Absteigen könnte. „Willst du nächstes Jahr nach Heidenheim fahren? Ich weiß nicht mal wo Heidenheim liegt“ (lach). Herrlich der jecke Verzäll von Alemannen, bei denen sich unsere aktuellen Spieler noch eine fette Scheibe von abschneiden könnten. Nach über einer Stunde sollte dann aber genug sein, mit Autogrammen und Pins ging es noch flugs zum Tivoli Shop.

 

 

Im Alemannia Museumseck gab es wieder eine neue Austellung im Rahmen „110 Jahre Alemannia Aachen. Diesmal waren die Jahre 1963 – 1974 dran die Geschichten erzählten von der Nichtberücksichtigung bei der Bundesligagründung, das Pokalfinale, der Aufstieg in die Bundesliga, die deutsche Vizemeisterschaft, der bittere Abstieg und die finanzielle Schwierigkeiten. Turbulente Jahre in der Alemannia Historie, man könnte meinen es wäre eine aktuelle Austellung aus den Jahren 1999 – 2011. Zu sehen gab es viele Fanartikel, Sammelalben, Eintrittskarten, Programmhefte und Dokumente. Wenn ihr mal im Fanshop seit dann schaut es euch unbedingt an. Es ist wirklich lohnenswert und nebenbei kann man sich auch noch den alten Tivoli angucken, der als Mini-Tivoli direkt zentral im Museumseck steht. Man muss den Archivaren und Helfern des Museumseck immer wieder ein Kompliment machen, wie sie für uns die ganzen Sachen ranschaffen und Austellen. Wenn man sich die alten Dokumente und Bilder anguckt, da wird einem warm ums Herz. Es war damals doch auch schon eine geile Zeit!