Jan 09 2012

Alemannia holt den Licher Hessen-Hallencup 2012

Unsere schwarzgelben haben es doch tatsächlich geschafft. In packenden Duellen mit Gegnern wie Kickers Offenbach, Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt und 1899 Hoffenheim konnte man am Ende den Hallencup Pokal in Frankfurt gewinnen. Der erste Titel in der Halle für die Alemannia 2012. Dabei zeigten die Funkel Schützlinge reichlich Kombinantionen auf engen Raum und spielten sich von Runde zu Runde in einen wahren Rausch. Tobias Feisthammel, Timo Achenbach, Reinhold Yabo, Radjabali-Fardi, Alper Uludag und Neuzugang Albert Streit liefen zur Höchstform auf. Im Finale konnte dann auch der Bundesligist aus Hoffenheim die Alemannia nicht aufhalten zum Cup Erfolg. Für Friedhelm Funkel war es die persönliche Titelverteidigung, denn 2011 holte er den Hessen Licher Hallencup mit dem VfL Bochum.

Gruppe A: Alemannia – Kickers Offenbach 1:2
Im ersten Spiel gegen den Unterklassigen Gegner Kickers Offenbach kassierte man allerdings die erste und einzige Niederlage bei dem Tunier. Unsere schwarzgelben spielten so wie man es aus der Hinrunde 2011 auf dem großen Feld sah. Raumaufteilung auf kleinsten Raum klappte wie auf dem großen Feld garnicht, vor dem gegnerischen Tor war man zu harmlos und ideenlos. So kickten die Offenbacher ein 0:2 heraus, ehe eine Einzelaktion von Timo Achenbach wenigstens zum ersten Tuniertor führte. So blieb es auch bis zur Schlusssirene nach 2x 10 Minuten Spielzeit. Als Alemannia Fan hatte man da schon wieder genug gesehen von der alemannischen Darbietung. Das frühe Aus war nur noch reine Formsache.

Gruppe A: Alemannia – Eintracht Frankfurt 2:1
Die Frankfurter Eintracht, zuvor schon beim Mannheimer Hallencup mit einer B-Elf angetreten, blieb sich auch vor eigenem Publikum treu. Wieder trat man mit einer reinen B-Elf an und wollte diesmal, anders als in Mannheim, die Gruppenphase überstehen. Durch ein schnelle 0:1 standen die Zeichen auch nicht schlecht für die Hessen, ehe sich die Alemannia besann doch noch mitzuspielen. Marco Stiepermann besorgte mit dem 1:1 die kleine Hoffnung auf das Halbfinale. Nun ging es flott zur Sache und die Chancen auf beiden Seiten erhöhten sich. Man entdeckte sogar das die Bande ein wichtiger Mitspieler sein konnte. Hatte die Eintracht mit einem Lattenkracher noch Pech nutzte Andreas Korte sein Glück und schoss den Ball aus dem Gewühl ins Tor zum 2:1. Dies konnten die schwarzgelben zum Glück bis zur Schlusssirene verteidigen so das man nun gespannt war wie die Eintracht und die Offenbacher Kickers im direkten Duell spielen würden. Die Optionen zum Weiterkommen waren sehr gut durch die Konstellation mit einem Sieg und einer Niederlage.

Halbfinale: FSV Frankfurt – Alemannia 4:5
Durch das 3:3 im Hessen-Derby zwischen Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt erreichte Alemannia das Halbfinale gegen Ligakonkurrent FSV Frankfurt. Diese fegten im ersten Spiel der Gruppe B den Bundesligisten 1899 Hoffenheim mit 6:1 vom Feld. Keine 120 Sekunden brauchten diesmal unsere schwarzgelben und der Ball zappelte im Netz durch Daniel Engelbrecht. Den schnellen Ausgleich besorgte dann Wunderlich zum 1:1. Nun aber war die Alemannia angekommen in der Halle und Marco Stiepermann, Tobias Feisthammel und Alper Uludag schossen ein schnelles 4:1 heraus. Dabei zeigten die Kaiserstädter nun auch mal richtigen guten Hallenfussball mit Kombinantionen und Kurzpassspiel. Frankfurts Teixeira konnte Sekunden vor der Halbzeitsirene noch das 2:4 erzielen. Alle guten Vorsätze zum Trotz verfiel Alemannia nach der Halbzeit wieder im Kollektiven Tiefschlaf zurück. Innerhalb von 60 Sekunden erzielten Yun und Amri für den FSV das 4:4. Sollten unsere schwarzgelben doch noch scheitern? Nach kurzem berappeln war die Alemannia wieder da und nahm den Kampf an. Aimen Demai war dann kurz vor Schluss der glückliche Schütze der mit seinem Tor zum 5:4 die Alemannia ins Finale schoss.

Finale: Alemannia – 1899 Hoffenheim 5:4
Trotz der hohen Niederlage im ersten Spiel (1:6 gegen FSV Frankfurt) berappelte sich der Bundesligist ähnlich wie die Alemannia und spielte danach gut auf. Durch ein 5:4 Sieg im Siebenmeterschiessen gegen Kickers Offenbach stand man nun im Finale gegen die Alemannia. Dort zeigte 1899 schnell wo der Hammer hängt und führte früh mit 0:2 durch Musona und Babel. Aber auch das konnte unsere schwarzgelben nicht schocken und Reinhold Yabo und Timo Achenbach glichen noch vor der Pause aus zum 2:2. Nach den ersten 12 Minuten lechzte die Partie nach mehr. Kurz nach dem Seitenwechsel machte die Alemannia dann ernst und zog mit 5:2 davon. Tobias Feisthammel mit zwei Treffern und Radjabali-Fardi trafen für den nunmehr frech aufspielenden Zweitligisten. Doch die Hoffenheimer wollten sich nicht wieder abschlachten lassen und zeigten nun wie gut man in der Halle zurückkommen kann. Gyan und Schipplock verkürzten so auf 5:4 und die Spannung blieb bis zur Schlusssirene. Dann rissen die Alemannen die Hände hoch und freuten sich über den Tuniersieg und einem 5000 Euro Scheck. Licher Hessen-Hallencup Meister 2012 trägt nun den Namen Alemannia Aachen 🙂

Nun soll man ja bei solchen Budenzauberveranstaltungen nicht zuviel drauf geben. Aber für die schwer gebeutelte Alemannia samt Anhängerschaft ist es balsam auf die geschundene Seele von 2011. Das Unternehmen Klassenerhalt startet bald in die Rückrunde, da kann so ein kleiner schöner Erfolg in der Halle auch ein bisschen Motivation sein für die Mannschaft. Wichtig ist auf dem großen Feld, aber wenn die Kombinationen auch in der Halle klappen dann gibt das doch Sicherheit. Am Montag nimmt die Alemannia an dem Essener Derby-Cup in der Grugahalle teil. Ob man dort auch den Hallenpokal holen kann? Das sie es können wissen wir ja jetzt.