Nov 22 2011

Dem Klömpsche sein Klub – Alemannia au huur

Nee wat wor dat wieder ein Sonntach jestern. Da sitzte schön auf dem Sofa, die Kaffeetasse in der Hand, und lauschst nebenher was denn unsere Alemannia so veranstaltet in Frankfurt. Bevor die Milch im Kaffee umgerührt ist steht es schon 1:0 für die Hessen! Leck mich en de Täsch, wat maat mich denn da der Boy Watermann? Wenn er ja über eine Käserolle gestolpert wäre, aber sowas? Au Banan Boy, das musste ja mal irgendwann schief gehen. Das geht ja prima los für unsere Alemannen. Bevor ich dem Noeb die Hand schütteln konnte, minge Nachbar wollte auch mal luuren kommen, stand es schon 2:0 für die Eintracht. Wat säät der Reporter auf Sky? Alemannia wie dat Karnickel vor der Schlange? Immer wenn ich gerade mal die Augen auf dem Bildschirm gerichtet habe war irgendwie immer ein Frankfurter am Ball! Spielte die Alemannia in Unterzahl? Nachdem der Noeb nun auch mit seinem Kaffee neben mir saß sollte es doch ein schöner schlimmer Nachmittag werden. Während der Benny und Timo mal am Ball waren sinnierten wir von den herrlichen Zeiten unseren jeliebten Alemannia. Aber jetzt kamen die huure Jonge von einer Verlegenheit in der anderen. Der Noeb sacht noch so an misch „dat wird hue enne Packung geben, glöoved mich!“. „Joo Noeb, dat es för de Bibbernell ze kriijje!“. Ming Frau kam grad mit der Kaffeekanne als die Frankfurter näher dem 3:0 waren als ich mit ming Tass an deä Mull. „Die stönt doe wie de Prente, besiehn dich dat Noeb“. Noeb? Ja wo isser da hin? Ach, da könnt er grad wieder, wo warste?. „Der Funkel stönt doe wie en Prent“. Jo Noeb, gleich ist Halbzeit für uns. Ene sonst? Der Fred kann mit seiner Taktik einpacken, dat war ja wohl überhaupt nüüs in der ersten Halbzeit, und deä Yabo bringen wir nach Kölle. Wie Schlachtvieh auf dem Weg zum Metzger.

 

Nachdem der Kuchen auch seinen Weg im Magen gefunden hat liefen unsere schwarz gelben wieder ein in die Commerzbank Arena. „So, jetzt wollen wir aber mal was sehen, wa Hubert“. Leavve Noeb dat wird nix mehr. Wo sind die Alemannen? Wieder nur schwarzrote Trikots im Bild, eine Angriffswelle folgt die andere. „Nee, wat für ein geiere von uns“. Irgendwie liegt der Kuchen schwer im Magen, oder ist es das Spiel? Da hat der Sergiu gerade eine Chance und der dumme Köhler klärt auf der Linie, laevve Herrjott es klappt aber ouch nüüs. Der Noeb hat anscheinend genug gesehen, die Jacke in der Hand mit dem Wort „machet jott Hubert, über die Alemannia kannste een Ei kloppe“. Aus dem Augenwinkel seh ich grad noch wie Auer´s Hacke den Ball streichelt und in den Frankfurter Kasten flutscht. Tooooooooooorrrr.. ja leck mich en de Täsch Benny schrei ich und dem Noeb fliegt die Jacke aus der Hand. Setzt dich Noeb, et jeht wida wat! Nochens die wunderschöne Zeitlupe vom Hackentrick, herrlich Benny! Und wieder ein Torjubel, diesmal strecken die Hessen die Arme in die Höhe. Der Noeb haut mit der Hand auf dem Tisch das ich wie in feinster Waterman Manier die umfallende Kaffeetasse gerade noch so entschärfe. „Dat sind doch idiouten“ ruft der Noeb, und mit der wischenden Serviette in der Hand kann ich schlimmeres noch verhindern und ihm beipflichten. „Printeköppe“ fällt mir da spontan ein. Während mein Frau mit dem Lappen anrückt reckt der Radu seinen Hals wie eine Giraffe und köpft das 3:2…Toooooooooorrrrrrrrr….minge leavve Herrjott….ming Hatz blieevt stonn! Der Noeb dreht sein Jacke in der Luft das der Kronleuchter bedenklich wackelt. Nun haben wir Stehplatz, wat iss denn da meng in Mainhatten? Die Alemannia spielt wie ausgewechselt, oder haben die Mannschaften dat Trikot getauscht? Mit zitternden Händen kann man kaum die Tasse halten, dat Hoddelchen der Frau zeigt vollen Einsatz. Die Minuten bis zum Abpfiff rinnen dahin, am liebsten würde man selbst den Fuß im Fernseher reinhalten! Der Noeb kaut an den Fingern wie beim Steakessen, als der Aimen Demai einen Freistoß in den Winkel zimmert zum 3:3..Toooooooooooooooooooooooorrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr…..der Noeb und ich liegen uns in den Armen, die unmittelbaren Gegenstände geraten ins schaukeln und ming Frau schlägt die Hände übern Kopp. Wahnsinn unsere Alemannia, bützje hier, bützje da…nu is aber alles ejal. Die Alemannen liegen wie en houff Printe auf dem Rasen jeknüllt, der Noeb und ich machen den Reigentanz. Als der Puls wieder unter 200 geht fliegt ein Freistoß in den Strafraum und der Matmour köpft zum 4:3 ein, während sich Aimen Damai und Boy Waterman anluure als wenn der Ball jeplatzt wör. Stille im Haus, der Noeb und ich stehen da wie bejossene Pudele und glauben nicht was wir da gerade sehen. Aber die Zeitlupe ist unbarmherzig, die Fernbedienung fliegt gedanklich Richtung Fernseher und uus deä Mull kommen nur noch übelste Beschimpfungen. Der Noeb hat jenuch gesehen und verabschiedet sich mit tiefsten Öcher Schimpfworten, während ming Frau ihm noch einen schönen Nachmittag wünscht. Die Jejubel Arie ertrag ich nicht mehr im TV und schalte die Flimmerkist einfach um. Eine Tiersendung auf einem Spartenkanal soll den Blutdruck senken, warum da aber nun ein paar Esel umhertraben  erschließt sich mir nicht ganz, oder habe ich doch nicht umgeschaltet? Gedanklich räume ich die Tassen weg und ming Frau fracht was wir denn noch mit dem schönen Nachmittag machen? „Schöner Nachmittag?“, antworte ich im sonoren Tonfall. Die Flimmerkiste bekommt nun Pause bis nächste Woche, in Karlsruhe wird es bestimmt besser werden und die Sonne scheint auch noch.

Tschö wa sacht der H.K

1 Kommentar

  1. +1 Button fehlt, Sauerei! 😉

Kommentare sind deaktiviert.