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Sep 19 2011

Kartoffelkaefer

Achtungserfolg gegen den Tabellenführer – Alemannia nullt weiter

Das Spiel nach Peter Hyballa und Eric van der Luer wurde mit Spannung erwartet. Nach der doppelten Beurlaubung spielte Sportdirektor Erik Meijer den Ball Richtung Mannschaft. Sie wäre nun am Zug. Interimscoach und U23 Coach Ralf Aussem stand nun vor der Aufgabe der Mannschaft im Spiel gegen Tabellenführer Spielvereinigung Greuther Fürth neues Leben einzuhauchen. Die Argumente einzelner Spieler, wenn es denn welche gab, waren nun weg. Punktuell wollte Ralf Aussem die Mannschaft verändern, während die Fürther ihre Erkentnisse erstmal begruben. Man musste extra nochmal einen Trainingsbeobachter nach Aachen schicken, wer weiß was die Alemannen nun ausheckten? Das Fanlager war gespalten mit der Beurlaubung von Hyballa während der Sportdirektor auf einer Fanveranstaltung ein paar Tränen vergoss. Doch es musste weitergehen, ein neuer Trainer gefunden werden.

 

 

 

 

David Odonkor zeigte wie stark er ist

Interimscoach Ralf Aussen stellte die Mannschaft um, Anouar Hadouir und David Odonkor rückten in die Startelf für Reinhold Yabo und Marco Stiepermann. Sergiu Radu kam ebenfalls in die Startelf, für ihn musste Benny Auer auf die Bank. Unter der Woche hatte unser Kapitän keine besondere gute Leistung beim Training hinterlassen. Im Tor stand David Hohs, da Boy Waterman unter der Woche kaum trainieren konnte aufgrund einer Hüftverletzung. Die Favoritenrolle war klar verteilt. Der Tabellenletzte aus Aachen mit einem geschossen Tor traf auf den Ligaprimus mit 17 geschossen Toren. Der Überraschungseffekt sollte nun ziehen. Alemannia spielte wohl ihre besten 20 Minuten in der Liga, der Tabellenführer aus Fürth hatte arge Probleme. Vor allem David Odonkor auf der rechten Seite spielte stark auf und zeigte welch gute Verstärkung er für die Alemannia ist. Dem Gegner mal schnell den Ball durch die Beine gespielt, um genauso schnell an ihm vorbeizulaufen und zum Torabschluss zu kommen. Nur der starke Fürther Keeper Grün war es zu verdanken das die Kleeblätter nicht in Rückstand gerieten. Dann trat Schiedsrichter Tobias Stieler in Aktion. Zuerst zückte er Rot nach einem Foul von Manuel Junglas an Fürstner, nachdem Manuel doch mit gestreckten Bein seinen Gegenspieler niederstreckte. Im Stadion sah das ganze harmloser aus, doch die TV Bilder zeigten das der Schiri recht hatte. Eine harte Entscheidung, da er zuvor noch keine Gelbe Karte gezogen hatte. Ein paar Minuten später war die Unterzahl der Alemannia wieder egalisiert. Nachdem Prib ähnlich hart gegen Sergiu Radu einstieg musste auch dieser per Rot vom Platz. Aufregende Minuten die beiden Mannschaften etwas aus dem Takt brachten. Die paar Angriffe auf das Alemannia Tor fing die Abwehr gut ab, besonders Seyi Olajengbesi bereinigte kleinere Fehler. Nöthe hatte für Fürth die beste Chance am langen Pfosten, doch sein Kopfball ging an das Außennetz. Kurz vor der Halbzeit hatte Shervin Radjabali-Fardi die große Chance, nachdem er rechts seinen Gegenspieler vernaschte und Richtung Tor zog. Doch statt den Ball zurückzulegen probierte er es selbst mit einem Schuss, doch wiederum konnte Keeper Grün den Ball parieren. Torlos ging es in die Kabine.

 

Unverändert kamen beide Teams zurück und Alemannia machte da weiter wo man aufhörte. Der Ball sollte nun ins Tor, egal wie. Eine Eckball Serie von Alemannia fruchtete nicht, über die erhofften Standards kam man auch nicht zum Torerfolg. Fürth zeigte wie man exellent Kontern kann, verfehlte aber den Abschluss kläglich. Anouar Hadouir scheiterte knapp mit seinem Freistoss, wieder war Fürths Keeper zur Stelle und lenkte den Ball über die Latte. Seyi Olajengbesi köpfte nach einer Ecke auch den Ball knapp neben das Tor. Es war zum Haareraufen. Die besseren Chancen erspielte sich Alemannia, als neutraler Beobachter konnte man nicht erkennen wer hier nun der Tabellenerste und der Tabellenletzte war. Der eingewechselte Marco Stiepermann hatte dann zum Schluss die größte Chance auf dem Fuss, nachdem er erst drei Spieler austeigen ließ und nach einem Doppelpass mit Sergiu Radu alleine vor Keeper Grün auftauchte. Doch ein Tacken zu spät kam er an den Ball und Keeper Grün begrub den Ball unter sich. Kurz vor dem Abpfiff fast noch der Todestoß für unsere schwarzgelben. Eine Flanke von links fand Sararer, der freistehend vor Hohs den Ball ein wenig zu weit vorlegte. David Hohs war zur Stelle und klärte den Ball. Dann war Schluss und Alemannia fuhr das vierte 0:0 ein. Mit diesem Punktgewinn konnte man den letzten Tabellenplatz verlassen, da der VfL Bochum durch eine 0:4 Niederlage die rote Laterne übernahm. Zufrieden war man dennoch nicht, zu groß der Ärger das man wieder nicht den Ball ins Tor befördern konnte. Pikant, der spät eingewechselte Benny Auer flüchtete direkt nach Spielende in die Kabine, ohne sich von den Fans zu verabschieden. Eine komische Schiene die unser Kapitän zur Zeit fährt. Die Mannschaft hat 90. Minuten gezeigt das sie lebt und die Hoffnung gehegt das man unten wieder rauskommen kann. Dafür soll ein neuer Trainer sorgen der am Dienstag offiziell vorgestellt werden soll. Aus dem Kandidaten Pool blieben nur zwei übrig, Marcel Koller und der vom Ligakonkurrenten VfL Bochum entlassene Friedhelm Funkel. Die Tedenz geht eindeutig Richtung Friedhelm Funkel, der bereits gute Gespräche mit Sportdirektor Erik Meijer geführt hatte. Seine Bereitschaft als neuer Trainer zu fungieren ist da. Das letzte Wort hat der Alemannia Aufsichtsrat, dem sich Funkel heute Abend stellen muss.