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Aug 29 2011

Kartoffelkaefer

Besuch des Mega-Event Geocoinfest 2011 in Köln

Mega-Event "Geocoinfest 2011" in Köln Mühlheim

Am Freitag startete bereits das Mega-Event in Köln zum 1. Geocoinfest 2011 auf europäischen Boden. Nach dem Begrüßungs-Event fand Samstag das „Meet and Greet“ statt, ehe am Sonntag das eigentliche Mega-Event anstand im Palladium Köln-Mühlheim. Über 2.700 Geocacher hatten sich bereits im Vorfeld angegündigt, so das bei Beginn um 10:00 Uhr schon eine stattliche Masse an Menschen dort einkehrte. Von Aachen aus starteten wir mit fünf Leuten in den frühen Morgenstunden nach Köln per Bahn. Sourie03, Gina-NRW, Mistmoore, Geokaddi und ich (Geodiesel71) trafen um kurz vor 10 Uhr am Ort des Mega-Events ein. Auf dem Weg dorthin gab es schon die ersten „Arbeiten“ zu erledigen. An den geparkten Autos wollten schon jetzt unzählige Trackables notiert werden um diese später zu „discovern“, das heisst per Tracking Code auf der Geocaching.com Webseite eintragen das man sie „gesehen“ hat. Nebenbei galt es auf dem Weg zum Palladium schon den ersten Cache zu machen. Groß suchen mit unseren GPS Geräten mussten wir nicht, denn der Cache lag bereits am Boden und das Logbuch wanderte durch viele Hände. Am Palladium angekommen bekamen wir einen Kärtchen mit Schlüsselband, dort wurde der Geocaching Username eingetragen damit man sah mit wem es denn so zu tun bekam auf dem Mega-Event. In der wirklich großen Halle war bereits jede menge Trubel an den diversen Ständen wo man Geocoins, Ausrüstungs-Gegenstände, GPS Geräte kaufen

Eine Vitrine voll mit Geocoins

konnte…sprich alles das was das Geocacher Herz begehrt. Aus allen Ländern waren verschiedene Austeller zugegen die ihre neunsten Geocoins austellten, und es waren wirklich einige sehr schöne Coins dabei. Da musste man sich im Vorfeld schon ein finanzielles Budget setzen, denn man hätte sonst unmengen an Geld dort da lassen können. Die großen bekannten Shops waren natürlich alle zugegen, über den Geocoin-Shop, Cacher-Shop, Magellan und Garmin war alles da was Rang und Namen hatte. Sehr beeindruckend. Allerdings waren an den ganzen Ständen soviele Geocacher das man nur schwerlich in Ruhe sich die ganzen Sachen angucken konnte. So machten wir uns erst auf zu den Vetrienen die gespickt waren mit sehr schönen Geocoins. Nebenbei konnte man sich einen Überblick verschaffen wo man den so als nächstes hingehen würde. Währendessen füllte sich das Palladium immer mehr. Irgendwann nahm ich mir eine Auszeit und holte unsere zuvor bestellten Eventpakete ab. Neben einen Rucksack, diversen PINs, war das „Highlight“ natürlich der Eventcoin, der eigens für das Mega-Event hergestellt wurde. Ein wahrliches Prachtexemplar, das wohl eher in der Schublade verschwindet und als Meilenzähler dient statt auf großer Reise zu gehen. Den geb ich doch nicht mehr her! 🙂 In der Schlange kam ich dann im Gespräch mit einer Geocacherin aus Wuppertal, die mir erzählte das die Mega-Events in den USA beeindruckender sind. Wie nicht unerwartet setzt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ja immer noch einen drauf. Dort würden die Geocacher mit ganzen Wannen voll Geocoins anrücken! Verrückt nicht wahr? Nun, dieses Event im Palladium war für mich schon beeindruckend genug, aber es war ja auch erst mein allererstes Mega-Event. Da muss man wohl beeindruckt sein.

 

Event-Geocoin zum Mega-Event Geocoinfest 2011

Nach dem Erhalt des Eventpakets ging es dann an den diversen Ständen, es gab wie bereits erwähnt eine riesen Auswahl an Geocoins zu bestaunen. Der Sissy-Coin am Cacher-Shop war einer meiner persönlichen Favoriten, in Rosa gehalten war er der perfekte Coin für Sissy-Cacher :-D. Aber auch hier musste man schon starke Nerven beweisen, denn einige Geocacher Kollegen schienen ihr gute Kinderstube zu Hause gelassen haben. Von rüpelhaften Gedrücke und Gedränge bekam man auch hier und da den Ellenbogen in die Seite gerammt, damit die gierigen Augen und Hände freie Fahrt hatten. Das tat ich mir eine Vierstelstunde lang an bis ich genug davon hatte. Einige benahmen sich so als wenn es morgen keine Coins mehr geben würde! Bei aller Liebe, aber das vermieste mir kurzzeitig das Mega-Event dermaßen das ich erstmal draussen Luft schnappen musste. An den Tischen später, die im Zentrum der Halle aufgestellt waren ging es dann gesitterter zu. Dort konnte man in Ruhe die persönlichen Schätze der Geocacher begutachten und auch hier „discovern“. Was einige da für volle Alben mit Geocoins mithatten…alle Achtung. Das war schon eine kleine Geldanlage die dort mit rumgeschleppt wurde. Später fanden auch noch kleinere Aktionen statt wo man seltene Geocoins und Geocoin Serien ersteigern konnte. Insgesamt waren die Augen langsam aber sicher überfordert bei den mehr als tausenden Coins, Trackables, und diversen Ausrüstungs-Gegenständen. Neben den bekannten Geocachern war auch Prominenz in den Hallen des Palladiums unterwegs. Bernhard Hoecker, bekennender Geocacher, machte ebenfalls einen Abstecher nach Köln. Schade das ich ihn in den Massen an Leuten nicht gesehen habe. Irgendwann wurde die Luft in der Halle dermaßen schlecht, was auch kein Wunder war bei den mehr als 2.000 Besuchern, das wir uns entschlossen nach draussen zu gehen. Denn rings um das Palladium waren einige Caches versteckt die wir nun machen wollten, wo wir doch gerade schon mal da waren. Allerdings brauchten wir dazu weder ein GPS Gerät noch musste man groß suchen. Auch andere schienen die selbe Idee gehabt zu haben und so bildeten sich weit sichtbar schon ganze Trauben um die Caches bzw. Logbüchern. Die Herausforderung bestand, anders als sonst, nicht das Cache-Suchen sondern das eintragen ins Logbuch. Ziemlich witzig, wie auch bei den weiteren Caches in der Umgebung, das man diesmal sicher sein konnte das man auf keine Muggels trifft sondern nur Geocacher. Den verrücktesten Cache fanden wir dann auch draussen an der Straße. Dort stand ein Auto das als Cache gekennzeichnet war und man sich mittels eines spitzen Gegenstandes in dem Lack verewigen musste. Je tiefer man seinen Geocache Namen einritzte desto besser war es. Das war mal ein Highlight das man nicht jeden Tag findet. Nach mehr als vier Stunden hatten wir allerdings genug vom Mega-Event, denn in die schlechte Luft der Hallen wollte von uns keiner mehr zurückkehren. So machten wir uns zu Fuß auf vom Palladium Richtung Kölner HBF. Auf dem Weg dorthin gab es noch eine stattliche Anzahl von Caches die auf unserem Weg lagen, und gefunden werden wollten.

 

Im Palladium war der Bär los

Abschließend kann man sagen das es schön war an einem Mega-Event teilgenommen zu haben, zumal es ja auch in der Nähe war. Wer weiß wann das nächste mal wieder vor der Haustür stattfindet? Aber das große „Wow“ Erlebnis blieb doch irgendwie aus. Vielleicht hatten wir auch mehr erwartet von so einem Mega-Event, wo man sich fast ein Jahr drauf gefreut hatte. Unsere Vorstellung war komischerweise identisch, jeder dachte das auf dem Mega-Event irgendwas „passierte“. Ein paar Caches die nur für das Mega-Event freigeschaltet wurden oder etwas wo man was machen musste. Aber da hatten wir uns wohl geirrt, und im nachhinein wäre es wohl besser gewesen wir wären am Samstag beim „Meet and Greet“ dabei gewesen. Dort gab es geführte Cache-Touren, versteckte Caches rund um das Palladium, Bus-Touren über mehrere Ländergrenzen etc. pp. Das wäre für uns wahrscheinlich besser gewesen. Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer. Dennoch war es interessant einmal an so einem Event teilgenommen zu haben. Neben einigen wirklich netten Geocacher Kollegen die man dort getroffen hat blieb nur das kleine Ärgernis über diejenigen die ihre gute Kinderstube wohl zuhause gelassen haben. Aber diese sollten unseren Spaß nicht trüben den wir in unsere Gruppe hatten den ganzen Tag. Mit platten Füßen ging es nach fast 11 Stunden wieder zurück nach Aachen, mit vielen Eindrücken und unzähligen Trackables Codes die nun noch geloggt werden wollten 🙂

 

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