Aug 23 2011

Alemannia – Wollt ihr Elf Printen sein?

Alemannia residierte im Rostocker Radisson Hotel

So, da bin ich wieder zurück aus dem Urlaub. Was hat unsere Alemannia in der zwischenzeit gemacht? Nach der vierten Pleite in Folge (0:2 gegen Energie Cottbus) gab es am fünften Spieltag in Rostock den ersten Punkt mit einem 0:0! Herzlichen Glückwunsch Alemannia, die es direkt verkaufte als “der Knoten ist geplatzt”. Ist er das wirklich? Eher ist das Printenmännchen umgefallen. Nach dem blutleeren Auftritt im Heimspiel gegen Energie Cottbus sollte es beim Spitzentreffen der harmlosen Offensivabteilungen, Tabellenletzter gegen den Tabellendrittletzten, endlich zu drei Punkten kommen. Das die Rostocker ähnliche Sorgen in der Offensive haben bewiesen sie beeindruckend. Genau wie unsere schwarzgelben sind sie derzeit im eletären Kreis der Chancentode angekommen. Krönender Beweis war Marcel Schied, der das Kunststück fertigbrachte in der Nachspielzeit aus 4m den Ball nicht ins Tor zu befördern sondern in die Hände von unserem Schlussmann Boy Waterman. Apropos Boy Waterman, er war neben Seyi Olajengbesi der Matchwinner des ersten Punktes in Rostock. Als unsere Abwehr bereits gedanklich in der Kabine war hielt er den ersten Punkt in der Saison 2011/2012 fest. Spielerisch gesehen war das Auftreten unserer Alemannia an der Ostsee eher Mittelmäßig. Starke 10 Minuten wo man die Hansa Kogge beackerte reichten nicht aus um mehr zu holen. Fehler im Spielaufbau und sinnfreie Dribblings durch die Mitte des Rostocker Strafraums endeten fruchtlos. Die Alemannische Offensive blieb weiterhin ein zahnloser Tiger. Die einzige und beste Chance hatte Benny Auer, nachdem sich Marco Stiepermann “einmal(!)” über die aussen durchsetzte und in die Mitte passte wo Benny Auer ebenfalls das Kunststück fertigbrachte und einen Rostocker Abwehrspieler auf der Torlinie traf. Ansonsten rettete man sich mit einer Mittelmäßigen Leistung über die Runden und hatte das Glück das Rostock ebenfalls offensivmäßig nichts zu Stande brachte. Natürlich ist so ein Punkt wertvoll zumal hinten, wenn auch mit Glück, die Null gehalten wurde. Doch muss man keine Augenwischerei betreiben und sich besser hinstellen als man ist. Solange man es nicht schafft über die Außenflügel die Bälle ins Zentrum zu bringen, so lange man es nicht schafft Offensiv sich vorne durchzusetzen, wird sich an dem jetzigen Zustand und die Tabellenplatzierung nichts ändern. Die Tabelle lügt nicht und unsere Alemannia befindet sich mitten im Abstiegskampf. Nun kommt mit Fortuna Düsseldorf der nächste Gegner zum Tivoli, der bislang noch unbesiegt ist und spielerisch zwei Klassen besser agiert. 1:8 Tore trifft auf 11:4. Da müsste einem Angst und Bange werden um unsere Alemannia, oder um es drastischer zu formulieren: Unsere Elf Printenköpfe müssen mal langsam die Arschbacken zusammenkneifen und zeigen was sie können, und nicht den Träumereien nachhängen das man besser ist als es die Tabelle vor Augen führt.

Auf wackeligen Stuhl - Chefcouch Peter Hyballa

Alemannia Chefcouch Peter Hyballa, schon auf wackeligen Stuhlbeinen sitzend, fordert via Medien Verbesserungen im Sturm. Ins Gespräch brachte er den zur Zeit vereinslosen Gerald Asamoah (zuletzt FC St. Pauli) und den auf das Abstellgleis gesetzten Michael Thurk (FC Augsburg). Sportdirektor Erik Meijer bestätigte entsprechende Erörterungen mit Peter Hyballa zu diesem Thema. Ob und wie man sich noch bis zum Ende der Transferperiode verstärken will ließ er aber offen. Abhängig könnte das ganze auch sein in wie weit man sich von Aimen Demai trennen kann. Der ebenfalls in ungnade gefallene Alemannia Spieler besitzt noch einen hoch dotierten Vertrag den man seitens Alemannia liebend gern heute statt morgen auflösen würde. Zur Zeit absolviert Aimen Demai ein Probetraining beim FC Metz. Ob man ihnen einen Transfer schmackhaft machen kann?
Das im Sturm etwas passieren muss steht außer Frage, ganze zwei geschossene Tore (inklusive DFB Pokalaus beim KSC mit 1:3) lassen kein gutes Licht auf dem vorhandenen Alemannia Sturm scheinen. Wie tief Alemannia in der Tabelle steht spiegelt sich auch in den Zuschauerzahlen wieder. Gegen Energie Cottbus kamen etwas mehr als 14.000 Zuschauer zum Tivoli. Zuwenig, bei einem ausgewiesenen Besucherschnitt von 18.000 und die einhergehende Stadionbelastung mit -500.000 € pro Monat. Damit es im Derby gegen Fortuna Düsseldorf wieder besser ausschaut im weiten Rund hat sich die Alemannia plus Mannschaft etwas besonderes einfallen lassen. Jeder Dauerkartenbesitzer bekommt zusätzlich eine Freikarte in seiner Kategorie geschenkt. Was im Alemannia Forum und bei Facebook kontrovers diskutiert wird, scheint sich aktuell zumindest als positiv herauszustellen. Jedenfalls ist im Alemannia Fanshop ein reges Treiben zu beobachten und die Nachfrage nach den kostenlosen Tickets hoch. So kann man sicherlich zum kommenden Heimspiel mit 20.000 Zuschauer rechnen.

Derby Cup Sieger 2011 - Fortuna Düsseldorf

Mit der Fortuna aus Düsseldorf kommt der aktuelle Derby Cup Sieger 2011 zum Tivoli. In der Vorbereitung konnten die Landeshaupstädter mit zwei Siegen den Derby Cup nach Hause holen. Gegen die Alemannia gab es einen 1:0 Sieg, und damit den Grundstein zum Gewinn des Pokals. Während Alemannia in der Liga und DFB Pokal nicht zu Potte kam, starteten die Fortunen exellent in die Saison. Ähnlich wie unsere schwarzgelben in diesem Jahr, hatten die Fortunen in der letzten Saison einen katastrophalen Start hingelegt. Mit neuer Motivation und spielerischen guten Fussballstil gilt die Fortuna dieses Jahr zum Kreis der Aufstiegskandidaten. Gerade im Sturm sind die Düsseldorfer durchlagskräftig was sich in 11 Toren wiederspiegelt. Da kann sich unsere Alemannia aber etwas einfallen lassen. Im Nachhinein hat es sich wohl als “Fehler” erwiesen das man letzte Saison Sascha Rösler, der sich in der Sommervorbereitung am Tivoli fit hielt, nicht verpflichtete. Dies taten die Fortunen mit Handkuss und hat sich als großer Coup herausgestellt. Mit ihm kam der Aufschwung der Fortunen und dieses Jahr führt der erfahrene Rösler die junge Garde der Fortuna an. Genau so einer fehlt der Alemannia immer noch. Man kann nur hoffen das am Samstag der erste Dreier eingefahren wird, egal wie. Eine weitere Niederlage würde den Tivoli zum kochen bringen, Coach Peter Hyballa müsste dann schonmal in weiser Voraussicht den Koffer vom Schrank holen, und die bislang noch moderaten Alemannia Fans würden die Mannschaft wahrscheinlich dann doch die weitere Unterstützung verweigern. Auch wenn der Glaube schwerfällt, vielleicht reissen sich unsere “Printenköppe” zusammen und spielen so wie man es seit Saisonbeginn erwartet hat. Wenn nicht jetzt, wann dann!

STAWAG - Sponsor der Alemannia

Last, but not least. Gehen euch die eingeblendeten Spielstände auf der Videowand auch so auf dem Zeiger manchmal? Dargestellt werden die laufenden Partien wo die aktuellen Spielstände angezeigt werden. Da bekommt man sogar mitunter den aktuellen Spielstand der Alemannia angezeigt! Was für ein Blödsinn wenn man sich aktuelle Spiel anguckt. Nunja. Vor einiger Zeit startete Alemannia Blogger “Elfritzos” eine kleine Umfrage wie man sich Änderungen wünschen würde. Nun ist es soweit. Die Stawag, der Sponsor der aktuellen Ergebnisdienste auf der Videowand, hat nun in Zusammenarbeit mit “Elfritzos” drei Spots vorgestellt wie die Ergebnisse zukünftig angezeigt werden sollen. Die Alemannia Fans können nun Abstimmen und so ihren Favoriten auswählen. Ich persönlich habe mich für Spot 2 entschieden, aber würde gerne dazu den Gong aus Spot 3 haben :-). Mal sehen was am Ende dabei herauskommt. Ein Tor auf fremden Plätzen sollte auch nur dann angezeigt werden wenn es auch aktuell gefallen ist. Wo sich anderswo nichts ändert muss man es auch nicht angezeigt bekommen. Am schönsten fand ich den Ergebnisdienst am “alten” Tivoli, wo ein animiertes Zielkreuz über die Bundesliga Städte schwebte und das im aktuellen Spiel gefallene Tor “anvisierte”. Ich bin mal gespannt, auch wenn es im Endeffekt ja nur ein nettes “nice to have” ist. Allerdings ist es etwas merkwürdig das die Alemannia selbst auf ihrer Webseite nicht auf diese “Fan Abstimmung” hinweist. So hätte sie einerseits ihre Fans miteinbinden können und andererseits ihren eigenen Sponsor fördern können. Aber nun ja, so ist unsere Alemannia halt….der jeliebte “Klömpschensklub” kommt halt immer wieder regelmäßig zum Vorschein. Oder sind da etwa auch “Printen” am Werk? 😉