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Jul 31 2011

Kartoffelkaefer

DFB Pokal Alemannia – Endstation in Karlsruhe

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in die neue Saison sollte im DFB Pokal der erste Sieg gelingen. Auch wenn man bei der Auslosung “Pech” hatte und mit dem Karlsruher SC ein schwerer Brocken gelost wurde, sollte über dem Pokal die neue Motivation für die Liga geholt werden. Allerdings unkten die “ich hab es schon immer gewusst Alemannia Fans” vorher schon das in der ersten DFB Pokalrunde Schluss ist. Sie sollten Recht behalten. Mit 3:1 schieden unsere schwarzgelben aus, obwohl es Mitte der zweiten Halbzeit gut aussah. Aber eine Standard Situation mit anschließenden Abwehrfehler reichte aus um Karlsruhe auf die Siegerstraße zu bringen. Kurz vor Abpfiff hatte der eingewechselte Sergiu Radu die 100% Chance zum Ausgleich, aber vergab sie. Im Gegenzug reichte ein weiter Abschlag von KSC Keeper Orlishausen aus, Alemannia´s Defensive blieb an der Mittellinie stehen, so das Gaetan Krebs mit einem Heber aus 30m das entscheidende 3:1 erzielte.  Deckel drauf.

 

Im Gegensatz zur letzten Partie gegen Eintracht Braunschweig veränderte unser Coach Peter Hyballa die Startelf auf zwei Positionen. Für Jonas Strifler kam Tobias Feisthammel ins Team, ebenso wie Reinhold Yabo für Manuel Junglas. Wie erwartet gab der KSC zu Anfang mächtig Gas, aber Alemannia ging in Führung. Marco Stiepermann dribbelte sich bis in dem Strafraum hinein ehe er zu Fall gebracht wurde. Glasklare Entscheidung, Elfmeter. Kevin Kratz behielt die Nerven und traf zum 0:1 nach sieben Minuten, das erste Pflichtspieltor der Alemannia war gefallen. Der KSC wirkte aber keineswegs geschockt und spielte weiter munter nach vorne. Unsere Abwehr hatte alle Füße voll zu tun, Tobias Feisthammel konnte sich meist nur mit Trikotziehen behelfen. Die Alemannia Abwehr machte alles andere als einen sicheren Eindruck, immer wieder gab es Lücken die der KSC noch nicht zu nutzen wusste. Alemannia setzte auf Konter und hatte Pech, als Benny Auer aus 22m knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Der KSC blieb am Drücker, eine zu kurz geratene Kopfball Klärung durch Seyi Olajengbesi nutzte Ex-Alemanne Patrick Milchraum mit einem trockenen Schuss aus 17m zum 1:1. Natürlich, musste auch wieder ein Ex-Alemanne sein der gegen uns trifft. Alper Uludag traf aus Abseitsposition, Kevin Kratz scheiterte mit einem Freistoss an KSC Keeper Orlishausen. Auf der andern Seite stellten Klemen Lavric, Alexander Iashvili und Delron Buckley unsere Abwehr immer wieder vor enormen Problemen mit ihrer Schnelligkeit.

 

Seyi Olajengbesi hatte nicht den besten Tag erwischt

In der zweiten Halbzeit kam Alemannia besser aus der Kabine. Nach Flanke Alper Uludag zog Marco Stiepermann direkt ab auf das Tor. Doch KSC Keeper Orlishausen reagierte wie Welttorhüter. Wie er das gemacht hat wird er bis jetzt noch nicht wissen. Nun war die Partie offener geführt, Alemannia stand hinten nun etwas sicherer und kombinierte gefällig nach vorne. Allerdings blieb der Torschuss bescheiden, bis auf Benny Auer´s Abseitstor wollte der Ball nicht rein. Trotzdem leistete man sich immer wieder Fehlpässe im Spielaufbau die wiederum der KSC zu nutzen versuchte. Alper Uludag, Reinhold Yabo und Marco Stiepermann versuchten vorne etwas zu bewegen, aber zu ungenau der letzte entscheidende Pass. Trotzdem sah es so aus als würde Alemannia die Chance haben in Runde 2 einzuziehen. Doch eine Standard Situation reichte aus um KSC auf die Siegerstraße zu bringen. Nach einer Ecke sprang Dennis Kempe höher als Seyi Olajengbesi, obwohl so hoch musste er garnicht springen, und köpfte den Ball wuchtig ins linke Eck zum 2:1. Nun waren unsere schwarzgelben unter Zugzwang, die Zeit rinn davon. Mit einem Doppelwechsel (Sergiu Radu und Manuel Junglas) wollte Peter Hyballa nochmal frische Offensivkräfte bringen. In der Nachspielzeit sollte auch Neuzugang Anouar Hadouir sein Debüt geben, doch was sollte er in weniger als 4 Minuten ausrichten? Fast hätte es sich ausgezahlt als Sergiu Radu alleine vor dem KSC auftauchte, doch die 100% Chance zum Ausgleich vergab. Die vergebene Chance war gleichzeitig die Aufgabe der Alemannia, denn nach weiten Abschlag von KSC Keeper Orlishausen blieb unsere Defensive einfach stehen an der Mittellinie. So konnte Gaetan Krebs ungehindert auf das Alemannia Tor zulaufen und den herauseilenden Keeper Waterman mit einem 30m Heber bezwingen zum 3:1 Endstand.

 

Nun ist sie wieder da, die unsälige Diskussion um Coach Peter Hyballa. Da kommen die ganzen Kritiker wieder rausgekrochen und fordern den Rauswurf. Aber was soll der Trainer machen wenn erfahrene Spieler patzen? Gerade die erfahrenen Profis sollten den jungen Wilden halt geben. Auch wenn Peter Hyballa sagt “es gibt kein Welpenschutz, die Jungs verdienen als Profis gutes Geld” sind es die alten Hasen die nicht souverän agieren. Ob es nun Seyi Olajengbesi ist oder ein Bas Sibum. Ein entscheidender Fehler reicht leider aus um unserer Alemannia den Todesstoss zu geben. Vorne im Sturm werden die größten Chancen ausgelassen, was im Training problemlos klappt. Nun werden die nächsten Spiele wegweisend sein beim Bundesliga Absteiger FC St. Pauli und im Heimspiel gegen Energie Cottbus. Schon jetzt darf man das Alemannia Forum und Alemannia Facebook nicht lesen, ohne sich fremdzuschämen. Hoffen wir das nun Punkte gemacht werden, drei Niederlagen sind genug. Das Aus im DFB Pokal kostet Alemannia im ohnehin klammen Beutel viel Geld. Hoffentlich hat man nicht im voraus mit diesen Einnahmen spekuliert.