Jul 17 2011

Nix zu holen in Aue – Alemannia startet mit Niederlage

Auswärtsniederlage in Aue

Der erste Auftritt in die neue Saison wurde im Erzgebirge vergeigt. Trotz teilweisen guten Spiels unterlag man am Ende mit 1:0. Die Abwehr stand solange gut bis man Fabian Müller nicht aufhielt und dieser, dank abgefälschten Schuss durch Tobias Feisthammel, das Tor des Tages erzielte. Alemannias Angriffe waren zwar schön anzuschauen aber vor dem Tor versagten dann irgendwie die Nerven. Neuzugang Marco Stiepermann versemmelte gute Chancen, ebenso wie Torjäger Benny Auer und Manuel Junglas. Die Abschlussschwäche, die sich schon in den Vorbereitungsspielen zeigte, fand im Erzgebirge seine Fortsetzung. Da nutzte auch die spielerische Überlegenheit nichts wenn man versäumt ein Tor zu erzielen. So formulierte es nach Spielende auch ein enttäuschter Sportdirektor Erik Meijer: “Wir müssen nun versuchen aus einer spielbestimmenden Mannschaft eine erfolgreiche Mannschaft zu formen”.

 

Wir müssen nun versuchen aus einer spielbestimmenden Mannschaft eine erfolgreiche Mannschaft zu formen (Alemannia Sportdirektor Erik Meijer)

 

Alemannia´s neue Nummer 1 - Boy Waterman

Vor dem Spiel wurde das Rätsel um die neue Nummer 1 im Alemannia Tor gelöst. Wenig überraschend machte Neuzugang Boy Waterman das Rennen und löste die bisherige Nummer 1 im Tor David Hohs ab. Nach einem Jahr im Profigeschäft wird David Hohs nun wieder als Nummer 2 im Tor zurückgestuft. Wie er das aufnimmt und seine weitere Perspektive bei der Alemannia sieht bleibt abzuwarten. Man kann jedenfalls davon ausgehen das er nicht drei Jahre lang hinter Watermann die Nummer 2 bleiben wird. Alemannia Coach Peter Hyballa brachte vier Neuzugänge ins Team, neben Boy Waterman starteten in der Anfangself auch Mario Erb, Bas Sibum und Marco Stiepermann. Vor Boy Waterman verteidigte Mario Erb auf rechts, Shervin Radjabali-Fardi auf links und die beiden Innenverteidiger Seyi Olajengbesi und Tobias Feisthammel. Vor der Abwehr verteidgte Bas Sibum, im Mittelfeld agierten auf links Kevin Kratz und Alper Uludag auf rechts. Hinter den beiden Spitzen Benny Auer und Marco Stiepermann sollte Manuel Junglas im offensiven Mittelfeld für Ideen sorgen. Mit Kurzpassspiel und schnellen Spiel in die Spitze neutralisierten sich beide Teams zu Beginn des Spiels. Auf mäßigem Niveau zeigten beide ebenfalls wo ihre Schwachpunkte lagen, im Angriff. Sowohl unsere schwarzgelben als auch die Lila Veilchen machten sich vor dem jeweiligen Tor das Leben selber schwer. Es wurde ein Spiel auf Augenhöhe wo beide Mannschaften sich nichts schenkten und zumindest vom Kampf her in Ordnung war. Ein 0:0 zur Halbzeit war leistungsgerecht.

 

Nach der Pause investierte Alemannia mehr und drängte die Lila Veilchen teilweise in die eigene Abwehr zurück. Benny Auer und Manuel Junglas hatten die Chance zur Führung auf dem Fuss. Dominant gestaltete Alemannia das Spiel und Erzgebirge Aue lauerte auf Konterchancen. In der Drangperiode fiel dann der überraschende Treffer für Aue. Fabian Müller konnte sich ohne Gegenwehr an den Strafraum dribbeln, Seyi Olajengbesi konnte ihn nicht aufhalten, sein Schuss aus zentraler Position fälschte Tobias Feisthammel unglücklich ab so das Boy Waterman im Alemannia Tor keine Chance mehr hatte. Alemannia ging nun mehr Risiko und hatte weitere gute Chancen durch Auer, Stiepermann und Junglas. Doch der Ball wollte irgendwie nicht reingehen. Über Konter hatten wiederum die Lila Veilchen mehrere Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden, aber auch das gelang nicht. Trotzdem gelang es Aue das 1:0 zu halten und feierte den ersten Dreier in der neuen Spielzeit. Alemannia hingegen haderte mit den ausgelassenen Möglichkeiten und fährt ohne Punkte wieder heim. An dem teils schönen Spiel kann man sich zwar berauschen, aber letztendlich zählen die nackten Punkte. Kommenden Samstag um 15:30 Uhr empfangen unsere schwarzgelben den starken Aufsteiger aus Braunschweig, die ihrerseits 1860 München mit 3:1 besiegten. Alemannia ist nun schon wieder unter Zugzwang drei wichtige Punkte zu holen, neben der Motivation für das DFB Pokalspiel in Karlsruhe eine Woche später. Die neue Alemannia schaut sich gut an, hat aber ihr altes Gesicht aus der vergangenen Saison noch mitgenommen. Die Chancenverwertung ist ausbaubar, und das am besten ziemlich schnell.