Jun 06 2011

Sommerpause beendet – Neue Alemannia schwitzt vor

 

Kaum ist die Saison 2010/2011 zuende steht die neue Saison schon in den Startlöchern. Nach gerade mal 3 Wochen Urlaub gab es heute Morgen bei schwülen Temperaturen den Trainingsauftakt der Alemannia. Pünktlich um 10 Uhr bat Coach Peter Hyballa zum obligatorischen Laktattest im Aachener Waldstadion, ehe um 15 Uhr auf dem Trainingsplatz in der Soers das erste Training auf dem Programm stand. Zu den bereits sieben bekannten Neuzugängen (Andreas Korte, Kim Falkenberg, Kevin Maek, Bas Sibum, Marco Stiepermann, Fabian Bäcker und Jonas Stiftler) gesellten sich zwei weitere Neuverpflichtungen hinzu. Mittelfeldspieler Lennart Hartmann von Hertha BSC und Innenverteidiger Mario Erb vom FC Bayern wurden vorgestellt. Zudem waren zwei Gastspieler eingeladen die möglicherweise auch noch unter Vertrag genommen werden sollen, sofern sie sich bewähren. Stürmer Rihairo Meulens (23, Roda JC Kerkrade) und Torhüter Davino Verhulst (KRC Genk) liegen im Anforderungsprofil von Erik Meijer, denn gerade auf der Torhüter Position besteht noch Nachholbedarf. Stammkeeper David Hohs ist nach einer Hand OP noch verletzt, Tim Krumpen fällt mit seiner Bänderdehnung im Schultereckgelenk noch länger aus. Fabian Bäcker war morgens beim Laktattest noch dabei, im Nachmittag fehlte er aber schon aufgrund Kniebeschwerden. War wohl doch was zu anstrengend gewesen für ihn. Auch Kim Falkenberg konnte nur individual Training absolvieren, nach seinem Mittelfussbruch soll er erst im Trainingslager wieder voll einsteigen. Aimen Demai fehlte gänzlich, der „verstossene“ Rechtsverteidiger muss sich einen neuen Verein suchen. Neben den Langzeitverletzten Bilal Cubukcu und Florian Müller musste auch Mirko Casper verletzungsbedingt  passen.

 

Erik Meijer - Unser Sportdirektor bastelt fleissig am neuen Kader

Erik Meijer - Unser Sportdirektor bastelt fleissig am neuen Kader

Es gab viel zu sehen zum Trainingsauftakt, vor allem unbekannte Gesichter. Das war nicht ganz einfach bei den vielen jungen Leuten die im schwarzgelben Trainingsleibchen aufliefen. Vorbei die Zeiten eines Nico Herzig und Thorsten Burkhardt (beide wechseln nach Wehen Wiesbaden), Thorsten Stuckmann (Griechenland) oder Babarcar Gueye (ausgeliehen nach FSV Frankfurt). Auch wenn man sich in der sportlichen Leitung einig war am Ende der letzten Saison, es müsse mehr Erfahrung und Qualität in der Mannschaft, ist diese Qualität überschaubar geblieben. Den Weg junge Talente auszubilden um sie dann zu versilbern kommt man weiterhin nach. Das hat schließlich bei Zoltan Stieber schon gut geklappt und wird möglicherweise bei Marco Höger auch noch funktionieren (will unbedingt nach Schalke 04). Der Wunschzettel von Peter Hyballa ist noch nicht erfüllt, ein weiterer Abwehrspieler und ein kreativer Mittelfeldspieler sollen noch kommen. Gerade im Mittelfeld könnte handlungsbedarf entstehen wenn Marco Höger doch noch in den kommenden Tagen nach Schalke wechselt. Nachdem die „neue“ Alemannia knapp eine Stunde trainierte wurde das Training abrupt abgebrochen als eine Gewitterschauer über die Soers niederging. Dennoch war man vom ersten Eindruck zufrieden, war doch die weitläufige Meinung das sich der Kader besonders in der Tiefe breiter aufgestellt hat. Die jungen Spieler aus dem letzten Jahr sind gereift, die neuen jungen Spieler können sich die Sporen verdienen. Und die „alten“ Hasen werden dafür sorgen das die jungen Talente geformt werden. Allerdings vermisst man nach wie vor einen Spieler der auch mal auf dem Platz das Kommando übernimmt und die Mannschaft mitreissen kann. Aber wie soll so ein Spieler gefunden werden, wenn er nicht sein Gehalt und Ablösesumme selbst mitbringt? Noch ist man seitens Erik Meijer stark limitiert was die Ablösesummen angeht. Ausnahmslos alle Spieler wurden ablösefrei verpflichtet. Ehe das neue Finanzkonzept der Alemannia spruchreif wird und überzeugt, solange sind unserem Sportdirektor die Hände gebunden.Trotzdem freut man sich das es irgendwie wieder losgeht auf dem Platz. Auch wenn einem die verkürzte Sommerpause so vorkommt als hätte die alte Saison erst letzte Woche aufgehört. Ich bin gespannt wie die neuen Alemannen einschlagen werden.

Von dem Plan, die Mannschaft mit erfahrenen Spielern zu verstärken, ist nicht viel übrig geblieben. Die eine oder andere Idee ist an den Kosten gescheitert

 

Außerhalb des Rasens tut sich zumindest schonmal was. Auf dem Parkhausdach wird gerade der Kunstrasen verlegt, die Jugendtrainingsplätze rücken in greifbare Nähe. Auch die CHIO Brücke über die Krefelderstraße nimmt langsam Gestalt an, die Verschalung (die eher an einer Gallere erinnert) nimmt immer mehr Form an. Einzige Unschönheit ist die Bauruine hinter dem Tivoli Stadion, die langsam vor sich hin vegetiert. Sollte es hierfür noch eine Lösung geben? Oder wird man dieses Projekt abreissen und irgendwann neu aufsetzten? Solange macht man am besten einen Zaun drum mit dem Schriftzug „Hier entsteht für viel Geld nichts“.
Weiter hinten wartet der alte Tivoli auf sein Ende. Seit dem 01. Juni ist unser alter Kultkasten in die Hände der Stadt übergegangen. Bald rollen die Bagger an zum Abriss ehe an selber Stelle ein neues Wohngebiet entstehen wird. Die Stadt wollte zügig mit dem Abriss beginnen, aber unser alter Tivoli bekommt noch einige Tage Aufschub. Da die Damen Fussball Nationalmannschaft in Aachen trainiert, und wohl auch das alte Stadion nutzt zum trainieren, wird der entgültige Abriss noch zwei Wochen dauern.